Protest über Bewirtschaftung von Parkplätzen in Melsungen

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Protest: Anwohner des Kesselbergs von links Walter Dippel, Wolfgang Gundlach, Johannes Haese und Jochen Böhme- Gingold haben Unterschriften gesammelt und wollen eine Anwohnerversammlung.

Melsungen. Seit etwa zwei Wochen werden die neu gebauten Parkplätze am Kesselberg bewirtschaftet. Anwohner, die bislang kostenfrei parken konnten, müssen jetzt Parkgebühren zahlen.

Das kritisiert der Kreispolitiker der Linken und Anwohner in Melsungen Jochen Böhme-Gingold. „Durch unsere Straßenbeiträge haben wir schon mehr als die Hälfte der Baukosten bezahlt" ärgert sich Jochen Böhme-Gingold, „jetzt werden wir mit den Parkgebühren erneut zu Kasse gebeten." Das sei nicht einzusehen.

Wer keine Parkgebühren zahlen möchte, sei gezwungen, sich entlegene, kostenfreie Parkplätze zu suchen. Durch das Ausweichen der Anwohner auf entlegene Parkplätze fände auch dort eine Verknappung von wohnortnahen Parkplätzen statt.

Die Melsunger Stadtverordnetenversammlung habe über die Köpfe der Betroffenen hinweg die Bewirtschaftung der Parkplätze am Kesselberg beschlossen: „Das ist kein einwohnerfreundliches Verhalten“, kritisiert Böhme-Gingold

Böhme-Gingold und andere Anwohner haben Unterschriften gesammelt und wollen damit den Magistrat der Stadt Melsungen auffordern, sich in einer Versammlung mit den Anwohnern des Kesselbergs an einen Tisch zu setzen, um gemeinsam eine Lösung des Parkplatzproblems zu finden.

„Wir sind natürlich gesprächsbereit“, sagt Bürgermeister Markus Boucsein. Der Stadt sei sehr daran gelegen, das Thema zu befrieden. Es habe bereits intern einige Gedankenspiele gegeben.

Theoretisch vorstellbar sei zum Beispiel die bewirtschaftete Parkfläche aus der Berechnungsgrundlage für die Anliegerbeiträge herauszunehmen.

In einer solchen Runde könne dann konkret über Möglichkeiten diskutiert werden, sagte Boucsein.

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