Radweg zwischen Röhrenfurth und Schwarzenberg plötzlich wieder realistisch

Werbung für den Radweg: Mitglieder der beiden Ortsbeiräte aus Schwarzenberg und Röhrenfurth sowie vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) setzen sich für den Radweg ein. Das Foto entstand 2017. Foto: Ortsbeirat

Kommt er oder kommt er nicht: der Radweg zwischen Röhrenfurth und Schwarzenberg. Das Thema beschäftigt die beiden Melsunger Stadtteile und die Stadtverwaltung nun schon einige Jahre.

Wäre in der kommenden Woche der Bau fast vom Tisch gewesen, gibt es aktuell mehr Hoffnung denn je.

Denn ein neuer Fördertopf beim Land, Unterstützung aus dem hessischen Umweltministerium und eine veränderte Wegeführung lassen den Bau auf einmal deutlich realistischer erscheinen.

Der Bürgermeister

Die aktuelle Planung hätte man ablehnen müssen, sagt Bürgermeister Markus Boucsein. Wegen des aufwendigen Wegebaus wären die Kosten zu hoch geworden. Den Antrag des Magistrats dazu habe es gegeben. In der kommenden Woche hätte er in der Stadtverordnetenversammlung diskutiert werden sollen. Nach Gesprächen mit Timo Riedemann, Schwarzenberg Ortsvorsteher, und einer Aussprache im Stadtentwicklungsausschuss habe er dann für den Magistrat den Antrag zurückgezogen. Jetzt wolle man die neuen Entwicklungen abwarten.

Die Ortsvorsteher

Zum Beispiel den Besuch von der verkehrspolitischen Sprecherin Karin Müller. Sie ist am 3. Juli im Melsunger Stadtteil zu Besuch und informiere sich auch zum Thema Radwegebau, sagt Riedemann. Ein weiterer Punkt sei die geänderte Wegeführung. Der Radweg solle jetzt vom Schwarzenberger Bahnübergang in direkter Linie zur Fulda führen. Über eine Brücke geht es dann auf die andere Fuldaseite und zum Fernradweg R1.

„Auch die Röhrenfurther stehen hinter dieser neuen Lösung“, sagt Michael Wagner, Röhrenfurths Ortsvorsteher. Es gebe einen Beschluss des Ortsbeirats zum Radweg und der habe Bestand. Aktuell sind die Orte nur über eine Kreisstraße verbunden. Tempomessungen hatten ergeben, dass die Autos dort im Mittel schneller als 100 km/h unterwegs sind. Daher gibt es zum Schutz dort eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 beziehungsweise 70 km/h. „Das hat massiv etwas verbessert“, sagt Wagner, „aber es ist nur ein Kompromiss.“ Eigentlich hatten die Orte eine Umwidmung zur Fahrradstraße gefordert, da machte aber der Landkreis nicht mit. Hauptverkehr seien Autos, hieß es unter anderem zur Begründung.

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