Nach einem Jahr ist Melsunger Jugendtreff Haspel wieder an der Fritzlarer Straße

Rückkehr mit Applaus

Neuer Glanz:Der Melsunger Jugendtreff Haspel ist wieder zu Hause. Die Sozialarbeiter Mark Leuner (hinten links), Silke Heinzmann (6. von links) und Gideon Carl (rechts) freuen sich mit den Jugendlichen. Foto: Dewert/Archivfoto: Dewert

Melsungen. Nach einem Jahr in der Fremde kehrte der Melsunger Jugendtreff Haspel am Mittwoch in sein Domizil am Eulenturm zurück. Der Jubel unter den Jugendlichen war groß. Zuletzt hatte die Stadtjugendpflege um Haspel-Leiterin Gabi Geßner-Görl am Sand im ehemaligen Feuerwehrstützpunkt ihre Zelte aufgschlagen.

750 000 Euro hat die Stadt in den Umbau des geschichts-trächtigen Fachwerkhauses investiert. Viel Geld, das aber sinnvoll ausgegeben worden sei, sagte Dr. Diethard Roth, Vorsitzender des Vereins Meisunger Jugendtreff. „Die Haspel ist ein Ort der Integration und der Begegnung.“ Zur Einweihung am Mittwoch war die Haspel proppenvoll.

330 Tage geöffnet

An 330 Tagen im Jahr kämen bis zu 50 Kinder und Jugendliche und nutzten das offene Angebot als Rückzugs- und Bildungsraum, sagte Gabi Geßner-Görl. Mehrere Hundert Jugendliche machten zusätzlich bei Veranstaltungen mit speziellen Angeboten mit. Die Altersspanne reicht dabei von 8 bis 23 Jahre.

Seit 30 Jahren sei im und am Fachwerkhaus im Stadtzentrum an der Fritzlarer Straße nichts mehr an der Bausubstanz saniert worden, sagte Martin Dohmann, Bauamtsleiter. Unter anderem mussten der Dachstuhl, das Dach, die Schindelung, die Heizung, die Wände, Decken und Fußböden, die Küche, ein Büro und die Toiletten saniert werden.

Seit 2012 lief die Sanierung des etwa 300 Quadratmeter großen Gebäudes.

Die 750 000 Euro für den Umbau seien eine echte Hausnummer – auch für eine Stadt wie Melsungen, sagte Markus Boucsein, Bürgermeister der Stadt am Mittwoch vor den Kindern und Jugendlichen. Er schaute in die Runde: Aber es gebe viele gute Argumente. Er sei froh, dass während der langen Umbauzeit keine Jugendlichen abgesprungen seien. „Ihr seid hier in den allerbesten Händen“, sagte er und lobte die Arbeit des hauptamtlichen Teams mit Mark Leuner und Gideon Carl. Aus der Jugend für die Jugend: Viele der Jugendlichen aus der Haspel erwerben die Jugendleitercard (Juleica) und arbeiten inszwischen selbst als Teamer mit.

Von Damai D. Dewert

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.