Siebert ist zurück:

Gudensberger CDU-Urgestein rückt wohl in Bundestag nach

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Möchte wieder in Berlin mitmischen: Bernd Siebert vor seiner Kandidatur im Jahr 2017 in der Emsmühle in Gudensberg-Obervorschütz.

Bernd Siebert schafft es wohl noch mal in den Bundestag. Der 70-jährige CDU-Politiker würde auf Oswin Veith folgen. 

Der hessische Abgeordnete Veith wechselt in die Wirtschaft und hatte angekündigt, sein Mandat Ende Februar niederzulegen. Erster Nachrücker wäre dann nach eigener Aussage Bernd Siebert.

Siebert hatte es bei der Wahl zum 19. Bundestag im September 2017 nicht geschafft, ein Mandat zu erringen. Das Direktmandat im Wahlkreis 170 (mit Frankenberg) holte sich Dr. Edgar Franke, der wie Siebert aus Gudensberg kommt.

Die aktuelle Legislaturperiode läuft bis Oktober 2021. Siebert hätte also noch gut eineinhalb Jahre als Mitglied des Bundestages.

Der CDU-Politiker ist jüngst als Bezirksvorsitzender der nordhessischen CDU im Amt bestätigt worden. Den Kreisvorsitz im Schwalm-Eder-Kreis hat er an Mark Weinmeister abgegeben.

Damit er sicher nachrückt, müsste Oswin Veith sein Mandat niederlegen. Der 58-jährige Jurist wechselt laut „Wetterauer Zeitung“ in die Wirtschaft. Er ist seit Anfang des Jahres Vorstand des regionalen Energieversorgers der Oberhessischen Versorgungsbetriebe AG (OVAG) mit Sitz in Friedberg.

Veith gehört dem Bundestag seit 2013 an. So wie Bernd Siebert vormals, sitzt auch Veith im Verteidigungsausschuss. Der Verteidigungsausschuss wäre ein Ziel, das müsse aber natürlich mit der Fraktion abgeklärt werden, sagt Siebert. Sollte er nachrücken, wäre er der einzige Bundestagsabgeordnete mit drei Bundeswehr-Standorten im Wahlkreis. Er wolle sich gerne um Frankenberg, Schwarzenborn und Fritzlar kümmern.

Ein besonders wichtiges Anliegen sei es ihm allerdings Nordhessen gut zu vertreten. Die Bürgermeister, Einwohner und Unternehmen bräuchten einen direkten Ansprechpartner bei der CDU in Berlin. Das bedeute auch, in allen nordhessischen Kreisen Sprechstunden anzubieten und für die Menschen da zu sein.

Das wolle er außerdem für den Automobilstandort Nordhessen mit dem VW Werk und dem großen Thema des A 49-Weiterbaus.

Da wisse er die SPD an seiner Seite. In Marburg gebe es ebenfalls keinen CDU-Abgeordneten, sein Engagement werde also über die Wahlkreisgrenze hinausgehen müssen.

Sicher sei, stellt Siebert klar, dass er über 2021 hinaus nicht erneut kandidiere. „In der Partei haben sich viele gute junge Leute auf den Weg gemacht. Es gibt viele, die mit den Hufen scharren, das ist auch gut so“, sagt Bernd Siebert.

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