Corona in Nordhessen

Polizei spürt Corona-Krise – Auch Unfälle gehen zurück

Corona in Nordhessen: Polizei spürt Krise – Auch Unfälle gehen zurück
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Bei der Polizei sind die Auswirkungen der Corona-Krise am deutlichsten auf der Straße zu spüren. Geringer Verkehr führt zu weniger Unfällen. 

Die Auswirkungen der Corona-Krise in Nordhessen sind bei der Polizei am deutlichsten auf der Straße zu spüren. Auch die Zahl der Unfälle geht zurück.

Schwalm-Eder - Die Polizei spürt die Auswirkungen der Corona-Pandemie: „Die Verkehrsunfälle sind deutlich zurückgegangen“, sagt Markus Brettschneider. Das sei aber auch kein Wunder, gebe es doch deutlich weniger Verkehrsteilnehmer, sagt der Sprecher der Polizeidirektion Schwalm-Eder in Nordhessen.

Weniger zu tun sei in dieser besonderen Zeit aber dennoch nicht. Zusätzlich zu den üblichen Aufgaben unterstützten die Beamten die Umsetzung der Verordnungen von Land und Landkreis zu den Ausgehbeschränkungen. „Die Polizisten fahren zum Beispiel typische Treffpunkte an – außerdem überprüfen sie Gaststätten.“ Aufgeheizt sei die Stimmung nicht: In der Regel könnten die Kollegen die Situationen freundlich auflösen. „Die allermeisten Menschen sind einsichtig“, sagt Brettschneider.

Corona in Nordhessen: Täter haben weniger Tatgelegenheiten

Da die Ausgangsbeschränkungen noch einige Wochen andauern dürften, müsse man die Situation im Blick behalten. Insbesondere die Entwicklungen von häuslicher Gewalt und Straftaten im privaten Umfeld. Aktuell seien die Zahlen leicht niedriger als im Vorjahreszeitraum. Das begrüße er sehr, verwundere ihn aber auch: „Wir hatten eine Zunahme von Fällen häuslicher Gewalt befürchtet, sagt Brettschneider. Das gute Wetter entspanne vielerorts die Situation in den Familien. Auf dem Land profitiere man jetzt von dem vielen Grün und den Gärten. Die Lage könnte sich natürlich ändern, sollte es mal eine längere Zeit regnen.

Erfreulich sei außerdem der deutliche Rückgang der Wohnungseinbrüche. „Natürlich hat das damit zu tun, dass die Menschen zu Hause sind. Täter haben weniger Tatgelegenheiten“, sagt Brettschneider. Auf den Straßen sei auch weniger los, da seien Täter ungleich auffälliger. Dazu komme, dass es im Frühjahr üblicherweise einen leichten Rückgang bei den Einbrüchen gebe. Die Situation sei eine Mischung.

In der täglichen Arbeit mussten die Beamten im Landkreis auch auf die Bedrohung durch das Virus reagieren. Die Anzahl der Schichten und der Kontakt unter den Mitarbeitern wurden auf ein Minimum reduziert. So gebe es zum Beispiel keine persönlichen Übergaben mehr.

In den Streifenwagen haben die Kollegen zusätzlich Hygieneboxen dabei. Diese sind ausgestattet mit zusätzlichen Schutzanzügen, Atemmasken, Desinfektionsmitteln, Überziehschuhen und Handschuhen.

Von Damai Dewert

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