„Endlich geht es vorwärts“: Reaktionen zur A49-Ankündigung

Bisher endet die A49 hier: Zwischen Bischhausen und Waltersbrück geht es auf kleinen Landstraßen weiter. Archivfoto: Berger/nh

Schwalm-Eder. Die Finanzierung scheint gesichert, die A49 soll bis 2021 fertiggebaut werden mit Anschluss an die A5. Diese Nachricht verursacht gemischte Reaktionen im Landkreis

Landrat Winfried Becker: Als sehr erfreuliche Botschaft bewertet der Landrat die Nachricht. Er findet es klasse, dass es endlich vorwärts geht und geht auch davon aus, dass die Pläne wie angekündigt realisiert werden. Für die wirtschaftliche Entwicklung der Region und die Entlastung der Menschen entlang der B 3 und B 254 sei der Anschluss der A 49 gleich wichtig. Das Ergebnis habe man den gemeinsamen Bemühungen zu danken.

Bernd Heßler, Borken: Seit 44 Jahren beschäftige ihn das Thema, sagt Heßler. „Da gab es viele Höhen und Tiefen und nichts ist zu 100 Prozent sicher.“ Seine Hoffnung auf die Umsetzung war aber noch nie so groß wie jetzt. Er sehe viele Vorteile für die Entwicklung der Region durch die Autobahn, aber auch Belastungen für die Anlieger. „Wir wollen aber die Anbindung“, betont er. Die Unbekannte in der Rechnung sei jedoch noch die öffentliche Finanzierung.

Mehr Infos zur A49 gibt es im HNA-Regiowiki

Thomas Petrich, Edermünde: In Edermünde plagen sich die Anlieger der A 49 schon heute mit dem Lärm durch den Verkehr. Das Problem werde bei deutlich mehr Fahrzeugen weiter an Brisanz gewinnen, sagt Bürgermeister Petrich. Es müssten dann dringend Lösungen gefunden werden, die den Menschen gerecht werden. Ob der Weiterbau tatsächlich kommt? „Schaun mer mal“, sagt er.

Frank Börner, Gudensberg: Grundsätzlich sei der Anschluss positiv, sagt Bürgermeister Frank Börner, das bringe einen Schub für die Region. Allerdings müsse wegen des zusätzlichen Verkehrslärms dann geprüft werden, welche Schutzmaßnahmen entlang der A 49 bei Gudensberg erforderlich würden.

Kai Knöpper, Neuental: Sollte es so kommen, sei es ein riesiger Schritt in die richtige Richtung. Damit halte man dem demografischen Wandel etwas entgegen: „Es gibt in Stadtallendorf große Arbeitgeber, die über Fachkräftemangel klagen und wir haben mit Wegzug zu kämpfen. Durch den Weiterbau würden beide Seiten profitieren.“

Oskar Edelmann, IHK Kassel-Marburg: Das sei ein strukturpolitischer Meilenstein für die Region, sagt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Kassel-Marburg. „Wir brauchen die A 49 für die Weiterentwicklung unserer Region“, betont er. Nur so könne man im Wettbewerb der Regionen langfristig konkurrenzfähig sein.

CDU Schwalmstadt: Eine wahre Odyssee neige sich dem Ende zu, schreibt die CDU aus Schwalmstadt und erinnert an Baustopp, Kammmolche und klagende Naturschutzverbände. Es sei für Schwalmstadt erfreulich, dass Ministerpräsident Volker Bouffier es geschafft habe, unter einer schwarz-grünen Koalition alle Beteiligten zu vereinen.

Detlef Schwierzeck, Schwalmstadt: Die Schwalmstädter warteten schon lange auf diese Nachricht, sagte der Erste Stadtrat Detlef Schwierzeck (SPD). Man habe schließlich lange für den Anschluss gekämpft. Der Weiterbau helfe der Bevölkerung ebenso wie der Infrastruktur in der Region.

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