Streit um Posten des Ersten Kreisbeigeordneten – Gille: „Ein unwürdiges Spiel“

Posten des Ersten Kreisbeigeordneten: FWG-Verbände reagieren entsetzt

Schwalm-Eder. Auf die Querelen zwischen FWG und SPD um die Neubesetzung des Amtes des Ersten Kreisbeigeordneten und den Poker um Ämter in der Kreisverwaltung haben die FWG-Ortsverbände Melsungen und Schwalmstadt mit Verärgerung reagiert.

„Wir sind entsetzt über die Querelen und Streitpunkte in der Kreistagskoalition zwischen SPD und FWG. Wir distanzieren uns ganz entschieden von den Machtspielen und dem Postengeschacher“, heißt es in einer Stellungnahme der FWG Schwalmstadt. Ähnlich reagierte auch die Freien Wähler in Melsungen.

„Die Melsunger FWG distanziert sich scharf von dem in der HNA beschriebenen ‘Postengeschachere‘ zwischen dem FWG-Kreistagsfraktionsvorsitzenden Werner und der SPD“, erklärte der FWG-Fraktionsvorsitzende Martin Gille.

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Während einer offenen Sitzung der Kreistagsfraktion im April 2015 in Melsungen habe die FWG-Kreistagsfraktion einstimmig beschlossen, dem Wunsch der SPD, den Ersten Kreisbeigeordneten noch vor der Kommunalwahl im Frühjahr 2016 im Kreistag zu wählen, nicht zu folgen. Alles was danach geschehen sei, sei für die Melsunger FWG nicht nachzuvollziehen.

Gille: „Es ist gut, dass Teile der FWG-Kreistagsfraktion dieses unwürdige Spiel nicht mitgemacht haben.“

Um der Forderung der SPD nach einer baldigen Wahl des Ersten Kreisbeigeordneten doch noch zu entsprechen, soll die FWG im Gegenzug das Amt eines Klimaschutz-Beauftragten sowie eines Fachgebietsleiters in der Kreisverwaltung gefordert haben.

Die FWG Schwalmstadt habe gerade im Zusammenhang mit der Haushaltskonsolidierung gefordert, dass man darauf verzichten sollte, den Posten des Ersten Kreisbeigeordneten so kurz vor der Kommunalwahl zu besetzen.

„Die FWG steht für eine solide Bürgerpolitik und sollte sich nicht für die Zugeständnisse auf weitere Verwaltungsposten (...) prostituieren. Wir stehen ausdrücklich zu Einsparungen, gerade im Verwaltungsbereich und brauchen keine zusätzlichen Verwaltungsposten“, heißt es weiter. Dabei stehe die SPD/FWG-Koalition im Kreis eigentlich für eine erfolgreiche Verwaltungsreform, die in Folge einer Organisationsuntersuchung umgesetzt worden sei.

Rubriklistenbild: © dpa

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