2,2 Kilometer lange Strecke soll neu gebaut werden

Lücke im Eder-Radweg soll geschlossen werden

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Drei Varianten für den Radweg sind im Gespräch. Ein Klick auf das Bild öffnet die gesamte Ansicht.

Edermünde/Felsberg. Die letzte Lücke im Radwegenetz zwischen dem viel befahrenen Fulda-Radweg (R 1) und dem Ederradweg soll möglichst bald geschlossen werden. Das haben sich die Kommunen Edermünde und Felsberg vorgenommen. 

Sie wollen gemeinsam den Abschnitt zwischen Wolfershausen und Grifte ausbauen und dadurch besser nutzbar für Radtouristen machen. „Der Weg könnte damit ein Juwel werden für unsere Region“, sagte Günter Rudolph (SPD) in der Gemeindevertretersitzung Edermünde. Das Parlament sprach sich einstimmig für das Projekt aus, das etwa 1,25 Millionen Euro kosten soll. Mit der Stadt Felsberg (dort muss die Stadtverordnetenversammlung noch zustimmen) will man eine Vereinbarung schließen und dadurch schneller an Fördergeld durch das Land kommen. Edermündes Bürgermeister Thomas Petrich rechnet mit mindestens 80 Prozent aus dem Landesprogramm „Kommunaler Straßenbau“.

Neu gebaut werden soll eine 2,2 Kilometer lange Strecke von Wolfershausen, beginnend an der dortigen Ederbrücke, entlang der Bahnlinie, durch Felder, an Fischteichen vorbei. Schließlich ist der Neubau einer Brücke über die Eder für Radfahrer und Fußgänger geplant und der Anschluss an den Radweg auf der früheren Bahntrasse Gudensberg-Grifte.

Mit der neuen Strecke fallen die Fahrt auf der schmalen Kreisstraße und der steile Anstieg nach Haldorf weg. Der Freizeitradverkehr in Richtung Kassel werde deutlich verbessert, meint auch Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz. Durch den zu bauenden Weg, der asphaltiert und drei Meter breit werden soll, gibt es eine optimale Verbindung zum 2013 fertig gestellten Radweg von Grifte nach Guntershausen und Kassel sowie zum Fuldaradweg.

Sicher durch die Felder fahren

Um den Ederradweg bis zur Mündung der Eder in die Fulda bei Edermünde-Grifte gut befahrbar zu machen, soll ein neuer Abschnitt zwischen Wolfershausen und Grifte gebaut werden. Favorisiert wird von den Edermünder Gemeindevertretern die Variante 3 (gelb gepunktete Linie). Sie führt von der Ederbrücke bei Wolfershausen nach links entlang der Bahnlinie auf einem bereits befestigten Feldweg bis zur Gemarkungsgrenze Felsberg (etwa 600 Meter). Bis zum Fischteich Von dort führt die Route im Bogen bis zum Fischteich an der Eder und über eine noch zu bauende Brücke auf die andere Seite. Dort schließt der neue Weg kurz vor Grifte an die vorhandene frühere Bahntrasse an (rote Linie). Da der Weg asphaltiert werden soll, sind Ausgleichsmaßnahmen wegen der Versiegelung erforderlich.

Entlang der Eder durch viel Natur

Der Eder-Radweg, etwa 185 Kilometer lang, zeichnet sich durch seinen Verlauf durch unberührte Natur aus. Ausgehend vom Quellgebiet Rothaargebirge, durchquert der Radweg dichte Wälder und passiert Felder und grüne Wiesen. Hauptsächlich führt er durch Hessen. Sehenswerte historische Städte und Dörfer säumen die Ufer der Eder, die in Edermünde in die Fulda mündet. Die Eder zählt zu den natürlichsten Flusslandschaften Deutschlands und ist auch einer der saubersten Flüsse. Der Eder-Radweg verläuft überwiegend auf Landstraßen, Rad-, Wald- und Feldwegen. Steigungen gibt es hauptsächlich nur im Quellgebiet.

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