Aufklärungsquote von 60,9 Prozent

Mehr Straftaten im Schwalm-Eder-Kreis

Schwalm-Eder. Die Zahl der registrierten Straftaten im Schwalm-Eder-Kreis ist erstmals seit Jahren wieder leicht angestiegen.

Die polizeiliche Kriminalstatistik des Landkreises weist 6971 Fälle auf, das sind 217 Fälle mehr als im Jahr 2015.

Erstmals werden in der Kriminalstatistik des Landkreises auch Straftaten ausgewiesen, bei denen Zuwanderer als Täter ermittelt wurden. Die Polizei spricht von Zuwanderern bei Angehörigen eines Nicht-EU-Staates, die Asylbewerber sind oder geduldet werden. 4245 Straftaten hat die Polizei 2016 aufgeklärt. 352 wurden unter Beteiligung eines Zuwanderers verübt. Das entspricht 8,3 Prozent. Bei Straftaten gegen das Leben (sieben Fälle) waren Zuwanderer nicht beteiligt. Bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung waren in sechs von 78 Fällen Zuwanderer beteiligt. Bei den Fällen handelte es sich um sexuelle Nötigung, eine Vergewaltigung war nicht darunter.

Sichere Region

Insgesamt zeige sich, so Hubertus Hannappel, Leiter der Polizeidirektion Schwalm-Eder, dass die Region sehr sicher sei. Die Aufklärungsquote liegt im Landkreis bei 60,9 Prozent, das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2015.

Besonders erfreulich: Im vergangenen Jahr gab es keinen Mord. Insgesamt registrierte die Polizei sieben Straftaten gegen das Leben. So wollte ein im Auto erwischter Straftäter fliehen und überfuhr dabei zwei Polizeibeamte. Der Mann wurde drei Tage später gefasst. Eine Verurteilung steht noch aus. In einem anderen Fall sind in Melsungen ein 30-Jähriger und ein 54-Jähriger aneinandergeraten. Der 30-Jährige verletzte den älteren Mann so schwer, dass ihm versuchter Totschlag vorgeworfen wird. Ein 54-Jähriger aus Kassel wiederum machte bei Kleinenglis unerlaubterweise Schießübungen und verletzte dabei beinahe eine Frau. Verurteilt wurde er wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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