Weniger Babys als im Vorjahr

1115 Babys erblickten 2018 im Schwalm-Eder-Kreis das Licht der Welt

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Das war das Neujahrsbaby 2018. Auf dem Foto (von links): Katja Harnischfeger (Leitende Oberärztin), Hebamme Elke Pepic, Assistenzärztin Dr. Meike Eckart mit Baby Asmin, Assistenzärztin Yara Ahmad.

Schwalm-Eder. 1115 Kinder sind im vergangenen Jahr im Schwalm-Eder-Kreis geboren worden. Das sind deutlich weniger als im Rekordjahr 2017 (1241 Babys).

Im Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar erblickten vergangenes Jahr 665 Babys (im Vorjahr 740) das Licht der Welt. Damit bewegt sich die Geburtenzahl wieder im Bereich vom Jahr 2016 (657 Geburten). 60 Prozent der Eltern stammen aus dem Schwalm-Eder-Kreis, teilt Dr. Sven Ricks, Kaufmännischer Geschäftsführer der Klinik mit.

In der Frauenklinik Ziegenhain wurden 450 (2017: 501) Babys geboren. „Es gab vergangenes Jahr einen allgemeinen Geburtenrückgang und darüber sind wir zufrieden“, sagt Miriam Schuchhardt, Leitende Oberärztin der Gynäkologie. Die meisten Frauen, die in Ziegenhain entbinden, wohnen in Schwalmstadt und Umgebung, sagt Schuchhardt.

Prognose: Geburtenzahlen werden in kommenden Jahren sinken

Dass die Geburtenzahlen auch in den kommenden Jahren weiter sinken werden, prognostiziert das Statistische Landesamt. Während 2014 noch über 4000 Einwohner im Landkreis unter drei Jahre alt waren, werden es im Jahr 2030 nur noch knapp 3400 sein. Die Zahl der Über-80-Jährigen soll hingegen von knapp 11 000 im Jahr 2014 auf über 15 500 im Jahr 2030 steigen. Die Bevölkerung im Schwalm-Eder-Kreis soll bis zum Jahr 2030 um 3,8 Prozent schrumpfen (Vergleich 2014). Damit steht der Landkreis aber noch besser da als die Nachbarkreise Waldeck-Frankenberg (-4,8), Werra-Meißner (-5,9) und Hersfeld-Rotenburg (-6,5).

Die AfD-Kreistagsfraktion Schwalm-Eder zeichnet in ihrer Fraktionszeitung vom Dezember vergangenen Jahres allerdings ein äußerst düsteres Bild für die Bevölkerungsentwicklung im Landkreis. Dort heißt es, dass der Schwalm-Eder-Kreis in den nächsten Jahren stärker schrumpfen wird, als die Nachbarkreise im Regierungsbezirk Kassel. Eine Quelle, woher diese Information stammt, gibt die AfD nicht an. Im Juni 2018 wohnten 180 518 Menschen im Landkreis. 

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