„Längster Kunstwanderweg Europas“

Städte und Gemeinden helfen mit: Kunstwanderweg Ars Natura ist gerettet

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Wird weiterhin gepflegt: Eines der Ars Natura-Kunstwerke, Die Lauscher, bei Herlefeld. Im Hintergrund das Stölzinger Gebirge. 

Schwalm-Eder. Der Kunstwanderweg Ars Natura ist gerettet. 13 Städte und Gemeinden unterstützen die Stiftung künftig bei der Pflege der Kunstwerke. 

Entweder durch den jeweiligen Bauhof oder indem sie die Stiftung für die Pflege der Werke in ihrem Gebiet bezahlen. „Wenn es die Zusage nicht gegeben hätte, hätte der Kunstwanderweg vor dem Ende gestanden“, sagt Sandrino Sandinista Sander, Vorsitzender der Stiftung Ars Natura.

Seit 16 Jahren gibt es den Ars Natura in der Region. Die Stiftung richtete 2001 die kleine Rundstrecke am Heiligenberg bei Felsberg ein. Seitdem wurde der Aufbau der Strecken und der Kunstwerke von der EU gefördert, die Vergabe war an eine Nachhaltigkeitsgarantie von bis zu zwölf Jahren gekoppelt. Für Kunstwerke in den 13 Städten und Gemeinden war diese bereits seit Jahren abgelaufen.

375 Kunstwerke auf 325 Kilometern

„Seitdem habe ich die Strecken mit sieben ehrenamtlichen Helfern gepflegt, phasenweise sogar allein“, berichtet Sander, „das ist auf Dauer nicht zu schaffen.“ Die 375 Kunstwerke stehen auf 325 Streckenkilometern zwischen Hessen und Thüringen.

Zwölf der 13 Kommunen in der Region haben ihre Unterstützung für zwei Jahre zugesichert, Gudensberg zunächst für ein Jahr. „Wir finden die Idee gut, Kunst und Wandern zu verbinden“, sagt Ralf Lengemann, büroleitender Beamter der Stadt Gudensberg. 

Für Spangenberg ist der Kunstwanderweg ein touristischer Höhepunkt. Der Ars Natura ziehe vor allem Tagestouristen auf die Strecken rund um die Stadt, bilanziert Büroleiter Jörg Schanze. Auch wenn Spangenberg finanziell unterm Rettungsschirm stehe, wolle sie investieren, um den Ars Natura als Publikumsmagnet zu erhalten. Nach Aussage von Sander ist der Ars Natura „der längste Kunstwanderweg Europas“.

Zwei Modelle für Unterstützung

13 Städte und Gemeinden aus der Region beteiligen sich an der Nachhaltigkeit des Kunstwanderwegs Ars Natura. Es gibt zwei Modelle: finanzielle Unterstützung der Stiftung für die Pflege der Kunstwerke und Standorte und die Pflege durch den Bauhof. So wollen sich die Kommunen beteiligen: 

• finanzielle Unterstützung: Melsungen, Felsberg, Spangenberg, Rotenburg, Gudensberg

• Bauhof: Bad Zwesten, Fritzlar, Hess. Lichtenau, Waldkappel, Ringgau, Alheim, Lohfelden. 

Die Stadt Bad Wildungen hat sich für ein Mischmodell entschieden: Die Kunstwerke in der Innenstadt pflegt der Bauhof, außerhalb der Innenstadt die Stiftung.

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