Straftaten im Schwalm-Eder-Kreis stiegen um 479 Fälle

Schwalm-Eder. Im Schwalm-Eder-Kreis ist die Zahl der registrierten Straftaten im Jahr 2014 um 479 Fälle angestiegen. Insgesamt verübten Täter 7536 Delikte.

Die meisten Straftaten wurden in Schwalmstadt (1107) begannen, dann folgen Homberg (770), Fritzlar (726), Borken (663) und Melsungen (628).

Im Jahr 2013 wurden mit 7057 Delikten die wenigsten Straftaten der vergangenen 20 Jahre registriert.

Die Aufklärungsquote im Landkreis sei nach vielen Jahren unter die 60-Prozent-Marke gefallen, sagte Hubertus Hannappel, Leiter der Polizeidirektion Schwalm-Eder anlässlich der Präsentation der Kriminalitätsstatistik in Homberg: Sie beträgt 58,2 Prozent.

Erfreulich sei, dass der Anteil Minderjähriger an den ermittelten Tatverdächtigen mit 22 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren ist.

Das Gros der Straftaten (38 Prozent) entfiel auf Diebstahlsdelikte, zu denen auch die Wohnungseinbrüche zählen. 197 Einbrüche habe es im vergangenen Jahr gegeben, berichtete Polizeisprecher Reinhard Giesa. Die Aufklärungsquote sei bei diesen Delikten erfahrungsgemäß niedrig. 2014 betrug sie 15,2 Prozent. Das heißt, 30 der 197 Einbrüche wurden aufgeklärt. Erstaunlich sei der starke Anstieg im Stadtgebiet von Melsungen. Die Anzahl verdoppelte sich von 15 auf 27 nahezu. Ähnlichkeiten beim Vorgehen ließen auf einen Serientäter schließen, sagte Hannappel.

Im Jahr zuvor sei Schwalmstadt besonders stark betroffen gewesen. Zweistellige Fallzahlen gab es unter anderem auch in Schwalmstadt, Borken, Felsberg, Fritzlar und Guxhagen. Die Versuchsquote bei Wohnungseinbrüchen liegt bei 42,6 Prozent.

Auch die unaufgeklärte Raubserie auf Tankstellen beschäftigt die Polizei noch. Insgesamt wurden 46 Raubdelikte registriert, das sind elf weniger als 2013. Die Aufklärungsquote liegt bei 73,3 Prozent.

Von Damai D. Dewert

Rubriklistenbild: © gms

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