Schwarzenberger schlagen Projekt für Erschließung des Baugebiets vor

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Dort soll’s hin: Ortsvorsteher Timo Riedemann zeigt in Schwarzenberg den Platz fürs mögliche Baugebiet „Über den Gärten“.

Schwarzenberg. Die Schwarzenberger kämpfen um ihr Baugebiet und schlagen der Stadt ein Pilotprojekt vor.

Nach dem Beschluss der Stadtverordneten, keine Baugebiete auszuweisen und vorzufinanzieren, sind die angedachten Baugebiete in Röhrenfurth und Schwarzenberg vom Tisch.

„Wir akzeptieren die Entscheidung der Stadt, benötigen aber das Baugebiet“, sagt Timo Riedemann, Ortsvorsteher des 570 Einwohner großen Stadtteils. Zwölf bis 14 Bauplätze könnten in dem Ort an der Straße Über den Gärten entstehen.

Der Vorschlag der Schwarzenberger ist so simpel, wie er effektiv sein könnte. Die Stadt bietet die Baugrundstücke vor der Erschließung zum Verkauf an. Sollten 70 bis 80 Prozent der Grundstücke verkauft sein, ist das Geld für die Erschließung zusammen. Die Stadt komme so um die Kosten der Erschließung von etwa 500.000 Euro herum, sagt Riedemann. Erst wenn das Geld zusammen gekommen sei, beginne die Erschließung. Die Stadt müsste so wohl höchstens einen Betrag von 40.000 bis 50.000 Euro vorfinanzieren.

Der Ortsbeirat wird einen entsprechenden Antrag beim Magistrat einreichen. Er würde es auch begrüßen, wenn die Planungskosten im Nachtragshaushalt 2015 berücksichtigt würden oder spätestens im Haushalt 2016.

„Wenn wir Erfolg mit dem Projekt haben, wäre es auch für die Röhrenfurther eine Alternative“, sagt Timo Riedemann. Er ist gegen eine privatwirtschaftliche Erschließung. Es sei nicht sinnvoll, wenn die Infratrukur in Privateigentum sei. Wenn man dies weiterdenke, gebe es eine zerstückelte Infrastruktur im Stadtgebiet mit unterschiedlichen Zuständigkeiten. Das könne keiner wollen. Private Investoren hingegen bevorzugten ohnehin Mehrfamilienhäuser.

Sollte der Magistrat und letztlich die Stadtverordnetenversammlung zustimmen, könnte mit dem Bewerben und dem Verkauf der Grundstücke begonnen werden. Ein möglicher Baustart im Jahr 2017 wäre dann nicht unrealistisch, sagt Riedemann.

Ein interessanter Vorschlag sei das, sagte Markus Boucsein, Bürgermeister zum vorgeschlagenen Projekt. Dies würde die Stadt in jedem Fall finanziell entlasten. In der Stadtverordnetenversammlung habe es aber nicht nur Bedenken wegen der Finanzierung gegeben, gibt Boucsein zu bedenken. Der Antrag müsse ohnehin vom Magistrat und juristisch auf seine Umsetzbarkeit hin geprüft werden. Abschließend muss der Antrag in die Stadtverordnetenversammlung. Ein Quadratmeter Bauland würde nach Aussage von Ortsvorsteher Timo Riedemann 95 Euro kosten. Interessenten können sich bei ihm melden.

Kontakt: Timo Riedemann, Tel. 05661/923804, E-Mail: timo.riedemann@gmx.de

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