Bushaltestelle nahe Elfershausen geplant

Sichere Wege für Fußgänger: Neue Verkehrsinsel für rund 78 000 Euro in Ostheim

Die neue Querungshilfe im Gewerbegebiet Ostheim: mit von links Klaus Krannich, Klaus Stiegel, Herbert Vaupel und Burkhard Finke.
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Die neue Querungshilfe im Gewerbegebiet Ostheim: mit von links Klaus Krannich, Klaus Stiegel, Herbert Vaupel und Burkhard Finke.

Im Gewerbegebiet Ostheim herrscht nun mehr Sicherheit für Fußgänger. In den vergangenen zwei Wochen wurde eine Verkehrsinsel nahe der Bushaltestelle „Gewerbegebiet“ an der Dr.-Reimer-Straße gebaut. Dafür war die Straße zwei Wochen lang für den Verkehr gesperrt.

Die Querungshilfe für Fußgänger ist in Zusammenarbeit des Zweckverbandes Mittleres Fuldatal und der Gemeinde Malsfeld entstanden. Burkhard Finke, Leiter der Malsfelder Werkstätten in Ostheim, hatte sich für einen solchen sicheren Überweg eingesetzt.

Im Gewerbegebiet Ostheim arbeiten etwa 1200 Menschen. Viele von ihnen kommen mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit, erzählt er in einem HNA-Gespräch. Insbesondere auch zu den Malsfelder Werkstätten. „15 Prozent unserer Mitarbeiter kommen mit dem Bus zur Arbeit. Dazu kommt, dass sie zum Teil eine Gehbehinderung haben“, sagt er. Die Werkstätten liegen gegenüber der Bushaltestelle. Der Gang über die Straße war für die Mitarbeiter also auch immer mit einem Stück Risiko verbunden. Das gilt natürlich auch für ältere Menschen, die nicht mehr so fit sind. „Denn die Straße ist hier sehr stark befahren“, sagt Finke. Das sei früher noch schlimmer gewesen, als die Straße noch eine 70er-Zone gewesen ist. Mittlerweile gilt dort eine 50 Km/h-Regelung. „Aber nicht alle halten sich daran“, schildert Finke die Situation. Dazu komme, dass es keine Bürgersteige gibt. „Es kommt einem so vor, als wäre es ein Industriegebiet ohne Menschen“, sagt Finke. Der Werkstätten-Leiter hatte sich dann im vergangenen Jahr mit der Gemeinde und dem Zweckverband zusammengesetzt und nach Lösungen gesucht.

Mit dem Förderprogramm Nahmobilität des Landes habe man nun die Querungshilfe realisieren können. Das Land hat 20 100 Euro von den insgesamt 78 000 Euro übernommen. Der Rest wurde von der Gemeinde und dem Zweckverband finanziert. Für die neuen Bürgersteige und die Verkehrsinsel musste die Gemeinde einen Teil des Geländes der Firma Metallbau Schmidt erwerben, erklärt Bürgermeister Herbert Vaupel: „Wir sind froh, dass die Firma so kooperativ gewesen ist und wir die etwa 20 Quadratmeter kaufen konnten.“

Die Straße ist dort nun etwas verschwenkt, damit die Busse auch künftig auf der Fahrbahn halten können. Das hat den Zweck, dass Autos und Lastwagen dann hinter dem Bus halten und warten müssen, bis dieser weiterfährt. „Ein weiterer Sicherheitsfaktor“, sagt Vaupel.

Neben der Verkehrsinsel sind zudem die Bürgersteige an der Dr. Reimer-Straße gebaut worden, erklärt Vaupel. Das habe einen weiteren positiven Effekt: Oft hätten dort in der Vergangenheit noch Autos oder Lastwagen geparkt oder Fahrer hätten ihre Autos kurz abgestellt. „Nun ist das nur noch schwer möglich durch die hohen Bordsteine“, sagt Vaupel. Zusätzlich wurden an der Straße auch einige Kanäle erneuert, erklärt er.

Keine Bushaltestelle nahe Elfershausen

Mit dem Landesförderprogramm Nahmobilität haben Gemeinde und Zweckverband eine weitere Bushaltestelle im Gewerbegebiet Ostheim geplant. Diese soll in Richtung Elfershausen entstehen. „Viele Menschen steigen hier an der Dr. Reimer-Straße aus, müssen dann aber über den Kreisel zur Arbeit gehen“, erklärt Klaus Stiegel, Geschäftsführer des Zweckverbandes. Das Konzept liege Hessen Mobil vor und werde auf seine Realisierbarkeit geprüft. 

Von Linett Hanert

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