Skiurlaub im Schneechaos: Guxhagener berichten aus Salzburger Land

Guxhagen/Mühlbach. So viel Schnee wie in diesem Skiurlaub hatte Rolf Ganz aus Guxhagen noch nie. Seit Samstag weilt er mit seiner Familie in einer Ferienwohnung in Mühlbach am Hochkönig im Salzburger Land.

„Dort, wo am Abend geräumt wurde, steht man am nächsten Morgen wieder knietief im Schnee.“ In den Vorgärten liegt der Schnee bestimmt zwei Meter hoch, schätzt Ganz. „Er überragt die Zäune um einiges.“

Seit mehreren Tagen schneit es in Österreich ununterbrochen. Laut dem österreichischen Wetterdienst sei in den vergangenen Tagen so viel Schnee gefallen wie sonst im ganzen Monat Januar. Auch Teile von Bayern und Sachsen versinken derzeit im Schneechaos (HNA berichtete).

Statt sechseinhalb Stunden haben die Guxhagener am vergangenen Samstag für die Fahrt ins österreichische Skigebiet fast elf Stunden gebraucht. Gut 650 Kilometer sind es von Guxhagen nach Mühlbach. Für die Heimfahrt ist Ganz aber noch optimistisch: „Die Straßen von hier aus dem Tal bis zur Autobahn in Bischofshofen sind befahrbar.“

Die Österreicher nähmen die Situation gelassen hin, berichtet Ganz. „Aber sie machen sich so langsam Sorgen über die Schneemassen auf den Dächern. „Weil jederzeit eine Dachlawine herunterkommen kann, muss man auch dauernd darauf achten, dass man nicht zu dicht an Häusern vorbeiläuft“, sagt Ganz. Generell stelle sich die Frage, wohin mit dem geräumten Schnee. Innerorts seien die Räumdienste Tag und Nacht im Einsatz. Aber macht Skifahren bei so einem Wetter überhaupt noch Spaß?

„Ja, die Pisten sind top“, sagt Ganz. Richtig „verpackt“ könne man gut fahren. „Und man läuft nicht Gefahr, sich einen Sonnenbrand zu holen“, sieht es der Guxhagener optimistisch.

Probleme bereite der zeitweise sehr starke Wind auf den Gipfeln. „Das eigene Tal auf Skiern verlassen ist nur auf eigene Gefahr möglich, da man nicht weiß, ob die Lifte bei plötzlichem Sturm noch retour fahren und die Passstraßen wegen der Lawinengefahr gesperrt sind.“ Trotz permanenter Warnungen seien zahlreiche Skifahrer abseits der markierten Pisten unterwegs. „So etwas kann ich einfach nicht nachvollziehen.“

Bevor es am Samstag für die Guxhagener auf die Heimreise geht, steht dann noch einmal Schneeschippen an. Denn auch auf dem Auto der Familie liegen Unmengen der weißen Pracht. 

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