Drei Monate lang unterwegs

Im Wohnmobil auf Nordkap-Tour: Abiturientinnen zurück von großer Reise

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Mit dem Wohnmobil zurück: Laura Engler (links) und Alina Diehl sind zurück von ihrer Wohnmobil-Tour.  

Laura Engler aus Melsungen und Alina Diehl aus Spangenberg wollten nach dem Abi mit dem Wohnmobil ans Nordkap. Die Technik machte ihnen einen Strich durchs eigentliche Reiseziel. 

Bis zur Hälfte der Reise lief alles nach Plan. Nach Polen, wo sie an Seen rasteten und auf kleinen Campingplätzen übernachteten, fuhren sie entlang der baltischen Küste, erreichten Finnland per Fähre, pflückten Blaubeeren in Lappland und wanderten auf menschenleeren Nationalpark-Routen. Dort sahen sie Natur, soweit das Auge reichte. Im August roch es dann nach Schnee.

Nordkap Urlaub: In Norwegen schüttete es

Weiter ging’s nach Norwegen, wo es eine Woche lang schüttete – und dann kam der Schnee. Dadurch waren etliche Straßen gesperrt, weshalb sie es nicht bis ans Nordkap schafften. Und dann machte auf dem Weg nach Schweden auch noch die Wohnraum-Batterie des Autos schlapp: kein Licht, kein fließendes Wasser, kein Strom, keine Heizung.

In der skandinavischen Pampa eine Werkstatt zu finden, die Wohnmobile reparieren kann, war schwierig – genau wie die Suche nach einem Gasflaschen-Umtausch. Denn die deutschen Flaschen haben andere Anschlüsse als die in Skandinavien. Um möglichst wenig Gas zu verbrauchen, froren Laura und Alina im kalten Wohnmobil, zogen alles übereinander, was sie dabei hatten.

Und doch hatten sie viel zu viel eingepackt, berichten die beiden. „Meine Hängematte habe ich nie gebraucht“, sagt Alina. Und Laura hat ihre Gießkanne, die sie zum Befüllen des Wassers mitgenommen hatte, nie genutzt „weil immer ein Schlauch da war“. Beides wird im kommenden Jahr zuhause bleiben. Denn die Fjorde in Norwegen wollen die Freundinnen gerne noch mal im Sommer sehen. Wie sie dorthin kommen? Natürlich mit dem Wohnmobil.

Nordkap: Reisende und Auswanderer-Ehepaar

Auch über die HNA-Artikel von ihrer Reise mit dem Wohnmobil lernten Alina Diehl und Laura Engler neue Leute kennen. Zum Beispiel Marcel und Clemens aus Südhessen. Sie hatten ebenfalls eine Wohnmobil-Tour ans Nordkap geplant und im Internet „Nordkap“ und „Wohnmobil“ gegoogelt – und waren auf den HNA-Artikel gestoßen. 

Wir vermittelten den Kontakt zu den Freundinnen, und die Vier trafen sich an einem Abend in einer Kneipe in Schweden. Die zweite Begegnung dauerte eine Woche: Auch Anja und Jörg Hassenpflug waren durch die HNA auf die beiden Freundinnen aufmerksam geworden. 

Das Ehepaar stammt aus Homberg-Mardorf, ist nach Schweden ausgewandert, betreibt dort Ferienhäuser und hatte Alina und Laura eingeladen. Dort halfen sie dem Ehepaar, Holz zu stapeln, Fenster zu putzen, Boote winterfest zu machen und Pellets einzulagern. Dafür durften sie in einem der Ferienhäuser wohnen, „und wir wurden verwöhnt“. 

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

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