Mann in Spangenberg rastet aus

Tritte, Bisse, Steinwürfe: Betrunkener randaliert bei Behandlung durch Rettungsdienst

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Polizei musste helfen: Betrunkener rastete in Spangenberg aus. Bei dem Foto handelt es sich um ein Symbolbild.

Ein 50-jähriger Spangenberger hat sich am Donnerstag in der Bahnhofstraße selbst verletzt und einen Rettungstransportwagen so beschädigt, dass dieser nicht mehr einsatzfähig war.

Der Mann stand unter Alkoholeinfluss.

Wie die Polizei weiter mitteilt, hatte eine Zeugin den betrunkenen Spangenberger bewusstlos auf dem Gehweg in der Bahnhofsstraße aufgefunden. Sie versuchte den Mann anzusprechen – ihre Versuche blieben erfolglos. Daraufhin legte sie ihn in die stabile Seitenlage und rief den Rettungsdienst. Der eintreffende Rettungssanitäter konnte den 50-Jährigen ebenfalls nicht ansprechen.

Plötzlich erlangte der Mann laut Polizei sein Bewusstsein wieder und fing an, selbständig seinen Kopf auf den Gehweg zu schlagen. Die Einsatzkräfte versuchten den Mann festzuhalten, dabei begann der Mann nach den Einsatzkräften zu treten und diese zu beißen. Die Einsatzkräfte konnten sich von dem Mann lösen und unterbrachen darauf die Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Rettungskräfte alarmierten Polizei

Der 50-Jährige lief dann etwa 50 Meter zu einer Toreinfahrt. Dort nahm er sich einen von mehreren dort liegenden Pflastersteinen, ging zu dem Rettungswagen und schmiss den Pflasterstein mit voller Wucht gegen die Frontscheibe. Anschließend beschädigte er noch einen Außenspiegel und eine Rettungstrage des RTW, die er umwarf. Danach lief er dann in die Straße Am Wäscheborn und warf mit Stöcken und kleinen Steinen in Richtung eines Rettungssanitäters, ohne ihn aber zu treffen. Die Rettungskräfte alarmierte die Polizei, die den Spangenberger schließlich mit Handfesseln fixierten. 

Da der beschädigte Rettungswagen nicht mehr einsatzfähig war, wurde ein zweiter Rettungswagen angefordert, der den 50-Jährigen, der sich mittlerweile beruhigt hatte, zur Versorgung seiner Kopfverletzungen ins Krankenhaus nach Melsungen gebracht hat. Ein dort durchgeführter Atemalkoholtest bestätigte die starke Alkoholisierung des Randalierers. Im Anschluss begab er sich freiwillig in ein psychiatrisches Krankenhaus.

Am Rettungswagen ist durch den Steinwurf ein Sachschaden in Höhe von etwa 5000 Euro entstanden. Die Beamten der Polizeistation Melsungen haben Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen aufgenommen.

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