Bewilligungsbescheid vom Landrat

Anbau für Alte Schule in Schnellrode: DGH wird endlich vergrößert

Freuen sich auf den Anbau: Erich Oeste (von links), Wilfried Hönig, Hans-Jürgen Köbberling, Peter Heinemann, Reingard Hönig, Kurt Kühlborn und Thomas Jung von der DGH-Gruppe setzen sich mit vielen anderen Schnellrödern auch für den Umbau des Gebäudes ein. Foto: Evelyn Paul

Über diese Nachricht freuen sich die Schnellröder besonders: Sie haben den Bewilligungsbescheid von Landrat Winfried Becker für den Umbau ihres Dorfgemeinschaftshauses (DGH) erhalten.

Nach zweieinhalb Jahren planen und diskutieren, steht nun fest, die „Alte Schule“ erhält einen Anbau und soll als Dorfmittelpunkt gestaltet werden.

Das Konzept dazu wurde von der DGH-Gruppe erarbeitet. Die insgesamt neun Mitglieder der Gruppe wurden bei einer Bürgerversammlung gewählt und engagieren sich für den Umbau des Gebäudes.

Architekt Friedhelm Bier aus Spangenberg wird den Umbau betreuen. Dabei wird der Saal des DGHs von 55 auf 97 Quadratmeter Fläche erweitert. „Im Anbau ist zudem ein Gruppenraum geplant mit Theke und Zugang zur neuen Terrasse“, sagt Bier. Die Terrasse wird überdacht und verbindet so Innenraum und Garten.

Weiterhin erhält das DGH durch eine Rampe einen barrierefreien Eingang und eine behindertengerechte Toilette. Im Garten, der auch umgestaltet werden soll, werden altersübergreifende Bewegungs-Spielgeräte aufgebaut.

Am DGH in Schnellrode beginnt der Radwanderweg R 12, der ebenfalls in das Konzept mit einbezogen wurde. Auf dem Radweg soll der Ars Natura unter dem Motto „Mensch, Tier und Umwelt“ weitergeführt werden. Zudem hoffen die Schnellröder auf die Weiterführung des Radweges nach Hessisch Lichtenau.

Beim Umbau der alten Schule müssen Vorgaben des Denkmalschutzamtes beachtet werden, erklärt Architekt Friedhelm Bier. Der Anbau darf nicht bündig am Haupthaus abschließen, sondern wird leicht nach hinten versetzt. So bleibt das Haupthaus als solches erkennbar.

Zudem muss der Anbau entweder mit Klinkern oder mit Holz verkleidet werden, aus Kostengründen wird die Wahl wohl auf Holz fallen. Das Flachdach des Anbaus wird so gestaltet, dass es später möglich wäre, es als Balkon zu nutzen. Für den Umbau wurden Kosten von 357 000 Euro kalkuliert, die aus verschiedenen Töpfen bezahlt werden. Die Stadt Spangenberg gibt 100 000 Euro, aus EU-Fördermitteln kommen 176 000 Euro. Der Schwalm-Eder-Kreis beteiligt sich mit 50 000 Euro an den Kosten. 30 000 Euro mussten die Schnellröder über den Brauchtumsverein selbst organisieren.

So könnte es bald aussehen: Das DGH in Schnellrode soll einen Anbau erhalten, mit dem der Saal vergrößert wird.

Neben Eigenmitteln des Vereins kamen die 30 000 Euro durch Spenden der Jagdgenossen, der Feuerwehr, der Gymnastikgruppe sowie zahlreicher Privatpersonen zusammen. „In einem Ort wie Schnellrode mit etwas über 200 Einwohnern ist so eine Summe ein Kraftakt. Die Vereine sind bis an ihre Schmerzgrenze gegangen“, sagt Hans-Jürgen Köbberling von der DGH-Gruppe.

In den nächsten Monaten sollen alle Ausschreibung für die beim Bau notwendigen Gewerke erfolgen, damit im Frühjahr 2019 der Umbau starten kann. 2020 soll das DGH fertig sein. Die DGH-Gruppe arbeitet bereits am nächsten Projekt, sie machen Pläne für die Küche. Dafür wird allerdings noch Geld benötigt.

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