Lkw beschädigen Kunst

Spangenberger Ars-Natura-Stiftung bleibt auf Kosten sitzen

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Ars-Natura- Kunstwerke werden immer wieder durch Holztransporter beschädigt und keiner kommt für den Schaden auf. Das bemängelt der Kurator des Kunstwanderwegs, Sandrino Sandinista Sander.

Ars-Natura- Kunstwerke werden immer wieder durch Holztransporter beschädigt und keiner kommt für den Schaden auf. Das bemängelt der Kurator des Kunstwanderwegs, Sandrino Sandinista Sander.

Ars-Natura- Kunstwerke werden immer wieder durch Holztransporter beschädigt und keiner kommt für den Schaden auf. Das bemängelt der Kurator des Kunstwanderwegs Ars Natura, Sandrino Sandinista Sander. Das Kunstwerk Ur-Zeit-Schritte von Gerhard Raubach sei zum zweiten Mal beschädigt worden. Sander hat es mit Flatterband abgesperrt. „Wir müssen das Kunstwerk erneuern, das kostet eine Menge “, sagt Sander. Auch Schilder seien schon mehrfach kaputt gefahren worden.

Sandrino Sandinista Sander Kurator

Melsungens Fortsamtsleiterin Petra Westphal sagt, dass durch Sturmschäden und Borkenkäferplage derzeit sehr viel mehr Holz anfalle und damit auch wesentlich mehr Fahrzeuge im Wald unterwegs seien. Die Mitarbeiter in den Revieren bemühten sich sehr, dass die Kunstwerke nicht beschädigt würden. „Trotzdem kann es sein, dass es zum Schaden kommt“, sagt Westphal. Grundsätzlich gilt, dass der Verursacher haftet. Dieser sei in der Praxis aber nur schwer auszumachen.

Sander sagt, er habe Verständnis dafür, dass das Holz aus den Wäldern abtransportiert werden muss. Doch die Ars-Natura-Stiftung will nicht auf den Kosten für die Schäden sitzen bleiben. „Wir müssten dann an die Spenden ran. Die sind eh schon rar“, sagt Sander. „Aber einen Schaden begleichen, den andere verursacht haben, das dürfen wir gar nicht“, sagt Westphal.

Sander wünscht sich, dass sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen, um nach Lösungen zu suchen. Er habe Hessen Forst vorgeschlagen, dass er, bevor das Holz in einem Waldstück abtransportiert wird, informiert wird. „Dann könnte ich die Kunstwerke vorher mit Flatterband kennzeichnen“, sagt er. Oder dass Firmen, die das Holz abtransportieren, in einen Fonds einzahlen, mit dem im Schadensfall die Kosten beglichen werden könnten. Westphal: „Wir bemühen uns, Herrn Sander zu informieren.“ Die Idee mit dem Fonds findet Westphal interessant. Man habe diese aufgegriffen und schon mit Käufern darüber gesprochen, aber feststellen müssen, dass diese Lösung zurzeit nicht praktikabel sei.

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