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„Das Bad ist unser Baby“: Spangenberger Freibad öffnet am 26. Mai

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Von: Manfred Schaake

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Noch ohne Badegäste: Mitglieder des Fördervereins Pro Aqua und Vertreter der VR-Bank Spangenberg-Morschen neben der neuen Wasserrutsche. Christi Himmelfahrt beginnt der Badebetrieb.
Noch ohne Badegäste: Mitglieder des Fördervereins Pro Aqua und Vertreter der VR-Bank Spangenberg-Morschen neben der neuen Wasserrutsche. Christi Himmelfahrt beginnt der Badebetrieb. © Manfred Schaake

Zwei Jahre lang waren die Freibäder im Kreisteil Melsungen nur eingeschränkt nutzbar. Wir stellen unsere Bäder in einer Serie vor. Heute Spangenberg.

Spangenberg – Nach dem Ende der Corona-Beschränkungen will der Spangenberger Förderverein Pro Aqua – wir sind Freibad wieder richtig durchstarten. Umso größer ist die Vorfreude auf die Saisoneröffnung.

Das Liebenbachbad öffnet am Himmelfahrtstag um 10 Uhr. Unter dem Motto „Eröffnung nach Komplettsanierung“ findet am Samstag, 28. Mai, ein Schwimmfest statt. Eine weitere Attraktion ist die neue Wasserrutsche, zu der die VR-Bank Spangenberg-Morschen 20 000 Euro gespendet hat.

Betreiber

Dem idyllisch im Pfieffetal gelegenen Bad drohte das Aus. Seit 2016 betreibt der Verein Pro Aqua das Bad. „Ohne unseren Verein gäbe es das Bad nicht mehr“, sagt Claudia Schenk, die Vorsitzende des Fördervereins, im HNA-Gespräch. Der war am 22. Mai 2005 gegründet worden und hat heute 520 Mitglieder. Tendenz steigend, freut sich der Vorstand.

Neue Rutsche: Das Spangenberger Liebenbachbad aus der Luft aufgenommen. Gut zu sehen ist die neue Rutsche. In direkter Nachbarschaft sind Tennisplätze und der Campingplatz.
Neue Rutsche: Das Spangenberger Liebenbachbad aus der Luft aufgenommen. Gut zu sehen ist die neue Rutsche. In direkter Nachbarschaft sind Tennisplätze und der Campingplatz. © Ruth Brosche

Attraktionen

Ganz neu ist eine Rutsche ins Schwimmerbecken. Das Bad bietet natürlich ein beheiztes Becken mit Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich, einen 3-Meter-Sprungturm und ein Sprungbrett sowie eine Rutsche im Nichtschwimmerbereich. Auch ein Planschbecken für junge Kinder sowie ein Spielplatz laden ein, die Sonne zu genießen.

Außerdem gibt es einen Beachvolleyballplatz und einen Basketballkorb. Wer einfach nur relaxen will, sucht sich einen Platz auf der Liegewiese oder einen der Strandkörbe. Für ein Angebot an kleinen Snacks, Eis und Getränken ist auch gesorgt.

Helfer

Ohne die Ehrenamtlichen würde es das Bad schon nicht mehr geben: Einmal mehr deutlich wurde dies jetzt bei einem Treffer der Helferinnen und Helfer. Etwa 30 bilden den „harten Kern“, wie es einer von ihnen formuliert. „Das Bad ist doch unser Baby“, sagt einer, und betont: „Ohne uns wäre das Bad zugeschüttet worden.“ Und auch dieses Zitat fiel bei dem Treffen: „Wir freuen uns wie kleine Kinder.“

„Das Ehrenamt ist unbezahlbar“, sagt Miriam Koch, die Zweite Kassiererin des Fördervereins. Die Idee zur Gründung hatte seinerzeit Peter Dahnke. Rund 100 000 Euro pro Jahr sind erforderlich, um den Badebetrieb am Laufen zu halten. Den größten Erfolg des Vereins formuliert Claudia Schenk so: „Wir sind glücklich, es geschafft zu haben, dass sich alle politischen Gremien dafür entschieden haben, das Becken für 750 000 Euro zu sanieren.“

Förderverein

Die wichtigste Leistung des Vereins sei der Betrieb des Bades, sagt Schenk. Dazu gehören auch die Technik und die Becken-Aufsicht. Die jährlichen Stromkosten in Höhe von rund 30 000 Euro übernimmt ein heimisches Unternehmen, die Wasserkosten trägt die Stadt. Dennoch geht nichts ohne den Förderverein. Im Sommer vorigen Jahres haben die Mitglieder 1200 Quadratmeter Pflaster verlegt.

Thomas Ackermann, Zweiter Vorsitzender, freut sich: „Es mangelt uns nicht an Anerkennung.“ Vorstandsmitglied Dieter Ruppel nennt den Stamm der Helfer eine Task-Force, also schnelle Einsatztruppe. Zum harten Kern der Helfer gehört Heinz Ploß (74). „Ich schwimme hier seit 1958“, sagt der ehemalige Fleischermeister. „Im alten Becken haben wir im Bachwasser der Pfieffe geschwommen.“

Im Verein engagiere er sich, „um Spangenberg ein Kulturgut zu erhalten“. „Wir sind stolz auf unser familienfreundliches Bad“, sagt Ruppel. Sein Wunsch: Dass die Arbeitstruppe auch von mehr jüngeren Menschen unterstützt wird. „Wir bleiben weiter treue Unterstützer der Stadt“, sagen die Helfer.

Spiegelglatt: Aufgehübscht liegt das Becken da – in freundlichem Orange wartet die neue Rutsche.
Spiegelglatt: Aufgehübscht liegt das Becken da – in freundlichem Orange wartet die neue Rutsche. © Manfred Schaake

Fest

Mit dem Fest am Samstag wird die neue Wasserrutsche eingeweiht. Dafür hat die VR-Bank Spangenberg 20 000 Euro gespendet. Das Liebebachbad mache Dank der Initiative des Fördervereins den Standort Spangenberg lebenswerter, sagten der Vorstandsvorsitzende Jens Diegel und Miriam Koch, zuständig für das Marketing.

Die Bank habe dem Förderverein gern geholfen, „weil uns die Region am Herzen liegt und wir gern in die Zukunft und Infrastruktur der Region investieren.“ Diegel würdigte die Arbeit des Fördervereins mit einem Zitat von Friedrich Wilhelm Raiffeisen: „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele.“

„Eröffnung nach Komplettsanierung“ – unter diesem Motto steht die feierliche Eröffnung am Samstag, 28. Mai. Die Einweihungsparty beginnt um 14 Uhr mit einem Gottesdienst. Ab 14.30 Uhr werden laut Programm unter anderem Bürgermeister Andreas Rehm, Landrat Winfried Becker und Regierungspräsident Mark Weinmeister sprechen. Ab 19 Uhr schließt sich eine Disko an.

Eintrittspreise

Eintrittskarten für die neue Badesaison gibt es im Vorverkauf im Tourismusbüro an der Rathausstraße 7. Kinder ab sieben Jahren zahlen 2 Euro, Erwachsene zahlen 3,50 Euro. Saisonkarten kosten 30 und 50 Euro – Familien zahlen 100 Euro. Kinder unter sechs Jahren sind frei.

Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 13 bis 19 Uhr und am Wochenende 10 bis 19 Uhr. Kontakt: Gritt Heinze, Tel. 0 56 63 / 50 90 40.

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