Ehrennadel des Deutschen Feuerwehrverbands für Boßmann

Freut sich über die Anerkennung: Hauptbrandmeister Heinz Boßmann aus Pfieffe hat die Silberne Ehrennadel des Deutschen Feuerwehrverbands erhalten. Foto: Féaux de Lacroix

Pfieffe. Für sein langjähriges Engagement bei den Brandschützern ist Heinz Boßmann, 62 aus Pfieffe jetzt mit der Silbernen Ehrennadel des Deutschen Feuerwehrverbands ausgezeichnet worden.

Davon erfahren hat Boßmann erst, als er Mitte Februar einen Brief des Feuerwehrverbands öffnete: Der enthielt eine Einladung nach Fulda, wo der Verband 40 Feuerwehrfrauen und -männer auszeichnen wollte. Boßmann freut sich über die Ehrung: „Das ist eine Anerkennung für die Tätigkeit, die ich seit vielen Jahren ausübe“, sagt er. Es ist nicht das erste Mal, dass Boßmann eine solche Anerkennung erhält: Auch das silberne und das goldene Brandschutzehrenzeichen hat er bereits verliehen bekommen.

Kein Wunder, denn Boßmann engagiert sich auf vielen Ebenen für den Brandschutz: Bis 2014 war er Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands - 25 Jahre lang übte er dieses Amt aus. Seit 1995 ist Boßmann zudem Kreisbrandmeister für Spangenberg und Morschen. Und im Landesfeuerwehrverband ist er Mitglied des Fachausschusses Information und Kommunikation. „Der Feuerwehrdienst hat mir immer Spaß und Freude bereitet“, sagt er.

Besonders am Herzen liegt ihm das Thema Ausbildung: „Das ist das A und O bei der Feuerwehr.“ 1976 fing er mit der Kreisausbildung an. „Es ist einfach schön, wenn ich heute Feuerwehrleute treffe, die vor 25 Jahren den Maschinistenlehrgang bei mir absolviert haben - und sich daran auch noch erinnern.“

Boßmann trat im Alter von 16 Jahren der Feuerwehr in seinem Heimatort Pfieffe bei und ist bis heute aktives Mitglied - seit 46 Jahren. Er weiß: „Die meisten bekommen es heute nicht mehr hin, so lange bei der Stange zu bleiben.“ Um das zu ermöglichen, müssten eben auch die Familie und der Arbeitgeber mitspielen. „Schließlich muss man für den Feuerwehrdienst viel Freizeit opfern“, sagt Boßmann, der hauptberuflich 42 Jahre lang als Bundespolizist gearbeitet hat. „Mein Leben hat sich immer nach den Feuerwehrterminen gerichtet, den Urlaub musste ich so legen, dass er nicht auf die Lehrgangszeiten fiel.“ Boßmanns Familie hat das nicht nur akzeptiert, sondern sich auch von der Begeisterung des Vaters anstecken lassen: Seine beiden Kinder waren bei der Jugendfeuerwehr, die Tochter ist bis heute aktive Feuerwehrfrau. Und Boßmanns Ehefrau ist zwar nicht bei der Feuerwehr aktiv, kennt sich aber dennoch gut aus: So konnte sie beispielsweise anrufenden Feuerwehrleuten immer sagen, ob es noch freie Lehrgangsplätze gab.

Mit 60 Jahren hätte Boßmann aus dem Feuerwehrdienst ausscheiden können - er will aber noch bis zum 65. Lebensjahr weitermachen. „Ich glaube nicht, dass ich dann in ein Loch falle“, sagt er mit Blick auf die Zeit danach. „An ein Leben ohne Feuerwehr kann man sich gewöhnen.“ Aber so richtig vorstellen kann man sich das nicht -Heinz Boßmann und die Feuerwehr, sie gehören eben zusammen.

Von Judith Féaux de Lacroix

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