Verbindung von Vergangenheit und Zukunft

Eine Brücke für den Wald: Neues Kunstwerk für den Ars-Natura-Wanderweg

Brückenschlag: Die Waldbrücke von Peter Slaby (links) soll eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft sein. Rechts die Initiatoren des Ars Natura Sandrino Sandinista Sander und seine Frau Dr. Karin Adam.
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Brückenschlag: Die Waldbrücke von Peter Slaby (links) soll eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft sein. Rechts die Initiatoren des Ars Natura Sandrino Sandinista Sander und seine Frau Dr. Karin Adam.

Den Ars Natura gibt es seit 2001. 34 Teilabschnitte erstrecken sich über 350 Kilomter. Entlang der Strecken gibt es mittlerweile 400 Kunstwerke, die Wanderer und Spaziergänger entdecken können.

Spangenberg – Wieder gibt es am Ars Natura etwas neues zu entdecken. Oberhalb von Elbersdorf steht seit Kurzem die Waldbrücke des Spangenberger Künstlers Peter Slaby.

Die aus Lärchenstämmen gefertigte Brücke nach dem Vorbild Leonardo da Vincis soll eine Verbindung herstellen zwischen dem Vergangenen und der Zukunft.

Das Vergangene ist in diesem Fall der alte Wald, der bereits vor vielen Jahren dem Sturm zum Opfer gefallen ist. Die Zukunft bildet eine dem Klima entsprechende, nachhaltige Erneuerung des Waldes. „Das Ziel sind stabile Mischwaldbestände, die Trockenheit und Stürmen besser standhalten“, sagt Rolf Strieder, Revierleiter der Revierförsterei Kaltenbach. Daran arbeite man bereits seit vielen Jahren. Man setzte dabei sowohl auf Aufforstung als auch auf Naturverjüngung. In dem Bereich, wo nun Peter Slabys Waldbrücke steht, sind laut Strieder Weißtannensetzlinge gepflanzt worden, ansonsten setze man an dieser Stelle auf Naturverjüngung – das heißt, es darf wachsen, was anfliegt.

Auf die Idee zur Waldbrücke ist Peter Slaby bei seinen Wanderungen und Spaziergängen gekommen. Er habe immer wieder die vielen Holzpolter am Wegesrand gesehen. „Es war ein Trauerspiel, was ich da gesehen habe“, sagt Slaby. Er habe gedacht, dass man etwas mit den Stämmen machen müsse, um eine Verbindung herzustellen zwischen dem Wald der Vergangenheit mit seinen Fichtenmonokulturen und dem Wald der Zukunft mit an das Klima angepasster Bepflanzung.

Die Leonardo-Brücke ist ein aus fünf H-förmigen Elementen gestaltetes Bauwerk, das Slaby noch aus seiner Zeit als Lehrer an der Spangenberger Burgsitzschule vertraut ist.

Zunächst habe er gemeinsam mit seinen Enkeln kleinere Modelle von der sich selbst tragenden Brücke gebaut. Die Idee, Lärchenholz für die Brücke zu verwenden, habe Rolf Strieder gehabt, berichtet Slaby. Weil es sich dabei um ein langlebiges Holz handelt.

An der Stelle, wo nun die Waldbrücke entstanden ist, war vorher ein Kunstwerk der Malsfelder Künstlerin Barbara Engel. Sie hatte die Bäume, die damals noch dort standen, mit Schriftzeichen versehen, ähnlich derer, die in der Wald- und Forstwirtschaft verwendet werden, sagt Dr. Karin Adam von der Ars Natura Stiftung. (Barbara Kamisli)

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