Spangenberg: Endlich schneller surfen

Die Spangenberger Burgsitzschule hat sich digital gerüstet – auch wegen der Coronapandemie

Vor einem digitalen Smartboard: Gunter Schulze, Winfried Becker, Sieglinde Strieder und Mike Stämmler.
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Vor einem digitalen Smartboard: Gunter Schulze, Winfried Becker, Sieglinde Strieder und Mike Stämmler.

Für die Herausforderungen des Schulunterrichts in Zeiten der Coronapandemie ist die Spangenberger Burgsitzschule jetzt besser ausgerüstet.

Spangenberg – Die Burgsitzschule in Spangenberg hat nun neuen Möglichkeiten, um den Schulunterricht in der Coronapandemie zu gestalten:

Burgsitzschule in Spangenberg: Breitbandnetz

Seit Anfang des Jahres ist die Schule per schneller Glasfaserleitung, für die sich auch Bürgermeister Peter Tigges eingesetzt hatte, direkt ans Breitbandnetz angeschlossen. Die hohen Datenübertragungsgeschwindigkeiten erleichtern nun insbesondere den Distanzunterricht für Schüler und Lehrer. Über den aktuellen Stand und die Besonderheiten des digitalen Schulbetriebs informierte sich Landrat Winfried Becker bei Schulleiterin Sieglinde Strieder.

Burgsitzschule in Spangenberg: Digitales Zimmer

Mit dem neuen Glasfaseranschluss könnten die digitalen Möglichkeiten besser genutzt werden, berichtete die Schulleiterin. So seien die Lehrer jetzt in der Lage, Distanzunterricht zentral aus dem Schulgebäude mit den dort vorhandenen Geräten anzubieten. Weitere Einschränkungen im Stundenplan und unnötige Wegezeiten konnten so vermieden werden. An einem Smartboard erläuterte Sieglinde Strieder die Möglichkeiten des Fernunterrichts.

Das Gerät sieht aus wie ein überdimensionaler Fernseher, kann aber viel mehr. Wie auf einer Tafel kann man schreiben, aber auch Unterrichtsmaterial aufrufen und bearbeiten. Die Schüler sind via Internet mit dem Smartboard verbunden und können so von zuhause mit ihrem Computer oder Tablet am Unterricht teilnehmen.

„Mithilfe der Digitaltechnik können die Schüler besser lernen“, erklärte die Schulleiterin. Mittlerweile verfügt die Schule über zehn dieser modernen Geräte. „Für den Umgang mit der neuen Technik musste sich das Kollegium erst einmal fortbilden“, berichtete der stellvertretende Schulleiter Gunter Schulze. Dazu gab es Angebote des staatlichen Schulamtes und der Lehrerfortbildung. Zur Weitergabe des Wissens wurden auch interne Schulungen organisiert.

Burgsitzschule in Spangenberg: Medienzentrum

Für den reibungslosen Betrieb der Digitaltechnik sorgt das Medienzentrum des Schwalm-Eder-Kreises in der Kreisverwaltung in Homberg. Für 65 staatliche Schulen im Landkreis sei das Zentrum zuständig, erklärte Fachbereichsleiter Mike Stämmler. Keine leichte Aufgabe für die sechs Mitarbeiter. Man wolle deshalb noch weitere Fachleute einstellen, berichtete er weiter, aber die seien aktuell nicht leicht zu finden.

Um bei Problemen schneller helfen zu können, arbeitet Mathias Seitz vom Medienzentrum an einer neuen Struktur des Rechnernetzes. Programme sollen dabei vermehrt auf zentralen Rechnern laufen und die Endgeräte in den Schulen entlasten. „Das spart uns viel Turnschuhsupport“, erklärte er schmunzelnd und meinte damit die zahlreichen Fahrten zu den Schulstandorten.

Burgsitzschule in Spangenberg: Digitalpakt

Für Landrat Winfried Becker hat der weitere Ausbau der digitalen Infrastruktur für die Schulen Priorität. Im Rahmen des Digitalpaktes ständen 7,5 Millionen Euro aus Bundessmitteln bereit, die der Kreis auf 10 Millionen Euro aufstocke. Das Programm laufe bis 2023 – „aber wir wollen das schneller schaffen“ sagte er. Bis Ende 2022 sollen alle staatlichen Schulen im Landkreis über bessere Digitaltechnik verfügen.  

(Rolf Färber)

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