Bürgermeisterwahl

Bürgermeisterwahl: Er setzt auf langjährige Erfahrung: SPD-Mann Michael Johne will Bürgermeister von Spangenberg werden

Im Garten kann er gut ausspannen: SPD-Bürgermeisterkandidat Michael Johne und seine Frau Simone Kerste-Johne in ihrem Garten in Spangenberg.
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Im Garten kann er gut ausspannen: SPD-Bürgermeisterkandidat Michael Johne und seine Frau Simone Kerste-Johne in ihrem Garten in Spangenberg.

Am 26. September wählen die Spangenberger einen neuen Bürgermeister. Wir stellen die vier Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge vor. Wir stellen Michael Johne vor, der als Kandidat der SPD antritt.

Spangenberg – Michael Johne ist mit 43 Jahren der jüngste der vier Bürgermeisterkandidaten. Das Amt traut sich der Spangenberger jedoch ohne Weiteres zu. Er ist seit über fünf Jahren Erster Stadtrat und damit Vertreter von Amtsinhaber Peter Tigges. Erfahrung in der Kommunalpolitik hat er schon länger gesammelt. Seit 20 Jahren ist er Mitglied der SPD, für die er auch ins Rennen geht – fast eben solange sitzt er für diese im Stadtparlament. „Und eine gewisse Lebenserfahrung bringe ich ja auch mit“, sagt der Familienvater und lacht.

Er will als Bürgermeister dafür sorgen, dass Menschen auch in Zukunft gern in Spangenberg leben. „Spangenberg und die Stadtteile haben viel Potenzial“, sagt Johne. Dabei gelte es dieses für alle Altersgruppen bedarfsgerecht auszubauen.

Stichworte sind hierzu in seinem Wahlprogramm unter anderem: ärztliche Versorgung sichern, Ausbau der Busverbindungen, Erhalt des Schulstandortes und Kinderbetreuung. Sein politisches Engagement habe durch seinen Vater Klaus Johne natürlich einen familiären Hintergrund, aber davon unabhängig sei die SPD die Partei gewesen, mit deren Themen er sich am ehesten habe identifizieren können.

Dennoch weiß er aus seiner Erfahrung im Parlament, dass er als Verwaltungschef die Stadtverordneten auf seiner Seite haben muss. „Doch das haben wir in Spangenberg in der Vergangenheit gezeigt, dass wir mit einheitlicher Sprache sprechen und überparteilich arbeiten“, sagt Johne. Die finanzielle Situation der Stadt Spangenberg will Johne ebenfalls im Blick haben. Er wolle dafür sorgen, dass der Haushalt trotz größerer Investitionen – wie etwa der Neubau des Kindergartens Schlossberg und des Feuerwehstützpunktes – ausgeglichen bleibt und die Wirtschaftsförderung ausbauen.

Nicht nur die Wirtschaft, auch das Ehrenamt liegt ihm am Herzen. „Die Menschen in den Dörfern brauchen Unterstützung bei ihren Projekten und ein offenes Ohr“, sagt Johne. Dazu gehöre zum Beispiel, die Vereine bei Förderanträgen für ihre Projekte zu unterstützen, die Vereinsförderung wiederaufzunehmen und Dorfgemeinschaftshäuser, Sportanlagen und Feuerwehren zu erhalten. „Wichtig ist es, junge Menschen zu finden und zu motivieren, sich ehrenamtlich zu engagieren“, sagt Johne.

Dass er als Bürgermeister einen vollen Terminkalender haben wird, das weiß auch Johnes Familie. Doch seine Frau Simone Kerste-Johne und die 10-jährige Tochter Lennja stehen hinter seiner Kandidatur. „Die wissen, wie viel Spaß mir das macht“, sagt der 43-Jährige.

Wenn er mal Zeit zum Ausspannen hat, dann verbringt er diese gern mit seiner Familie im eigenen Garten, den er gemeinsam mit seiner Frau selbst gestaltet hat. „Außerdem bin ich ein großer Fan von Helgoland“, sagt Johne. Dort könne er komplett abschalten und sich ohne Handy erholen.

Naherholung und Naturschutz sind auch Themen, denen sich Johne als Bürgermeister annehmen will. Zunächst sei es wichtig, dass man dafür Sorge trage, dass sich der durch Wind, Regen und Borkenkäfer stark geschädigte Wald wieder erholen können.

Bewirtschaftete Gebiete und Erholungsgebiete sollen dabei getrennt werden, findet Johne. Einen Baumpfad kann er sich ebenso vorstellen wie ein Konzept für den Radtourismus für die Spangenberger Kernstadt und die Stadtteile. (Barbara Kamisli)

Zur Person

Michael Johne (43) wurde in Kassel geboren und ist in Spangenberg aufgewachsen. Zunächst besuchte er die Burgsitzschule in Spangenberg, anschließend die Radko-Stöckl-Schule (Zweig Wirtschaft und Verwaltung) in Melsungen. Johne war acht Jahre bei der Bundeswehr und dort für die Personal- und Einsatzplanung zuständig.

Er ist Bürokaufmann und SAP-Anwendungsberater. Seit 2004 ist er bei B. Braun in Melsungen als Koordinator für Globale Prozesse im Bereich Instandhaltungsmanagement tätig. Er ist verheiratet mit Simone Kerste-Johne. Ihre Tochter Lennja ist zehn Jahre alt. Johne ist seit über 20 Jahren in der SPD aktiv. Es ist seine vierte Legislaturperiode als Stadtverordneter.

Seit über fünf Jahren ist er als Erster Stadtrat Stellvertreter des Bürgermeisters Peter Tigges. Seine Freizeit verbringt Johne gern in seinem Garten und an der Nordsee. Außerdem fährt er Ski und Kanu.

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