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Extremsport: Spangenberger startet bei Triathlon in Luxemburg

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Von: Barbara Kamisli

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Training auf dem Zeitfahrrad: Bis zu 15 Stunden trainiert Nils Römer in der Woche für den Triathlon.
Training auf dem Zeitfahrrad: Bis zu 15 Stunden trainiert Nils Römer in der Woche für den Triathlon. © Barbara Kamisli

Laufen, schwimmen und radfahren – das ist es, wofür sich Nils Römer aus Spangenberg begeistert. 15 Stunden in der Woche hat er trainiert, um in Luxemburg beim Triathlon zu starten.

Spangenberg – lm Fußballverein war er der, der nie eingewechselt wurde, erzählt Nils Römer. „Ich war zwar immer beim Training, aber saß meistens auf der Bank.“ Doch diese Zeiten sind vorbei. Der Spangenberg startet am Sonntag, 19. Juni beim Triathlon in Luxemburg. Er hat hart trainiert, um bei dem Wettkampf ,9 Kilometer zu schwimmen, 90 Kilometer Rad zu fahren und 21 Kilometer zu laufen

Triathlon, sagt Römer, fand er schon immer gut. Nach erfolglosen Jahren im Fußballverein hat er vor drei Jahren dann mit dem Laufen begonnen. „Ich war in sechs Monaten von null auf Marathon.“ Dabei sei der Marathon nicht sein Ziel gewesen, sondern ein Triathlon über die Langdistanz.

Der Familienvater ist der Überzeugung, dass jeder das schaffen kann. „Aber man muss sich schon quälen können.“ Doch nichts ersetze das Gefühl, wenn man ins Ziel einlaufe und die anderen Sportler einem zujubeln. Dabei gehe es nicht in erster Linie um die Platzierung, sondern einfach um das Gefühl, es geschafft zu haben. Ein großer Triathlet habe einmal gesagt, er bewundere die Teilnehmer, die noch drei Stunden länger brauchen als er selbst.

Der Einstieg sei gar nicht so schwer, schließlich gebe es verschiedene Triathlonvarianten, wie etwa die Sprintdistanz, wo man beispielsweise nur 500 Meter schwimmen müsse.

„Es gibt einem wirklich ein gutes Gefühl“, sagt Römer. Es müsse ja nicht gleich jeder so verrückt sein wie er. Für die Langdistanz – also 3,9 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 Kilometer Laufen – sei man schon mal elf Stunden unterwegs.

Beim Training, sagt Römer, der gern auch mal von Spangenberg mit dem Rad zu seiner Arbeitstelle nach Kassel fährt, könne er komplett abschalten. Für ihn bedeute Bewegung Entspannung. „Ich bin nicht der Typ, der einfach nichts tun kann. “

Er ist seiner Familie dankbar, dass sie sein Hobby unterstützt. Denn das Training ist zeitaufwendig und der Sport sei nicht ganz günstig. Für ein Zeitfahrrad könne man durchaus 10 000 Euro und mehr ausgeben. Für den Wettkampf wird Nils Römer von seinem Trainer Marcel Krug fit gemacht. Der ist selbst Triathlet und hat schon am Ironman auf Hawaii teilgenommen. Das ist auch Nils Römers Traum, irgendwann einmal beim Ironman auf Hawaii zu starten.

Der 36-Jährige kann mit so viel Begeisterung von seinem Sport erzählen, dass man es fast selbst einmal versuchen möchte. Römer lässt keine Trainingseinheit sausen. „Das verstehen manche nicht, aber man muss schon konsequent sein.“ Klar müsse auch er seinen Schweinehund überwinden. „Aber hinterher fühlt man sich richtig gut.“ Der Triathlon über die Mitteldistanz in Luxemburg ist für Nils Römer sozusagen das Training für den Ironman in Frankfurt. (Barbara Kamisli)

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