Einsatz für Flutopfer

Feuerwehrleute aus Spangenberg helfen im Hochwassergebiet

Feuerwehrleute aus Spangenberg helfen Flutopfern in Nordrhein-Westfalen
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Setzen sich für die Hochwasseropfer ein: Feuerwehrleute aus Spangenberg sind am Wochenende in Nordrhein-Westfalen im Einsatz, um bei der Beseitigung von Hochwasserschäden zu helfen.

Vielerorts im Kreisteil Melsungen starten derzeit Hilfsaktionen für die Flutopfer. Feuerwehrleute aus Spangenberg wollen vor Ort mit anpacken.

Spangenberg – 23 Feuerwehrleute aus Spangenberg helfen an diesem Wochenende im Katastrophengebiet bei der Beseitigung der Hochwasserschäden.

Die Spangenberger fahren nach Odendorf in der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis. Die 4000 Einwohner zählende Gemeinde im südlichen Nordrhein-Westfalen ist besonders stark von dem Hochwasser betroffen. Häuser wurden teilweise weggerissen, die Infrastruktur ist dort, wie in vielen anderen betroffenen Gemeinden, völlig zerstört. Durch eine befreundete Familie, die dort lebt und fast alles verloren hat, ist der Kontakt zu den Spangenbergern entstanden.

Eine Gruppe von neun Feuerwehrleuten machte sich am Freitagmorgen auf den Weg. Sie hatten nicht nur Arbeitsmaterial dabei, sondern auch ein Auto, das mit Hilfe von mehreren Firmen beschafft und hergerichtet wurde. Der Wagen soll der Familie, die ihr eigenes Auto durch die Hochwasserwelle verloren hat, geschenkt werden. Fünf Feuerwehrleute sind schon am Donnerstag losgefahren, sie haben die benötigte Logistik mit dabei, vier weitere Einsatzkräfte werden am Samstag nachkommen.

Der Leiter der Aktion, Stadtbrandinspektor Jan Steffen, sagte bei der Abfahrt am Freitag, dass man noch nicht wisse, was alles auf die Helfer zukommt. Man habe aber alles dabei, um vollkommen autark dort arbeiten und helfen zu können.

Möglich geworden ist das durch die Spenden vieler Unternehmen. Nicht nur Sachspenden sind mit an Bord der Fahrzeuge, sondern auch die Verpflegung der Einsatzkräfte. Alles wurde von Firmen aus der Heimat gespendet. Zum Beispiel habe der Vorstand der B. Braun Melsungen AG sofort grünes Licht für die Bereitstellung eines Kleinbusses gegeben, mit dem ein Teil der Feuerwehrleute zum Einsatzort fahren, berichtet Steffen.

Viel Erfolg, Kraft, Stärke und Durchhaltevermögen wünschten Pfarrer Michael Schümers, Bürgermeister Peter Tigges und Erster Stadtrat Michael Johne bei der Verabschiedung. Sie dankten den Feuerwehrleuten für ihr außergewöhnliches Engagement. Im Hochwassergebiet werde jede helfende Hand gebraucht. Da sei diese Aktion genau richtig. (Helmut Wenderoth)

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