Gärten in der Region

Schnecken im Garten bekämpfen ganz ohne Chemie - mit diesem einfachen Tipp gelingt es

Als erfahrene Hobby-Gärtner hat ein Paar aus Mörshausen im Schwalm-Eder-Kreis auch ein Mittel gegen Schnecken parat. (Symbolbild)
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Als erfahrene Hobby-Gärtner hat ein Paar aus Mörshausen im Schwalm-Eder-Kreis auch ein Mittel gegen Schnecken parat. (Symbolbild)

Während der Corona-Pandemie haben Garten und Natur an Bedeutung gewonnen: Zwei Hobbygärtner aus dem Schwalm-Eder-Kreis verraten ihren Tipp gegen Schnecken.

Mörshausen – Christa und Karl Heinz Grenzebach sitzen gern auf der Bank im Schatten der großen Bäume. Doch das ist nur eine von vielen Sitzgelegenheiten in dem 1400 Quadratmeter großen Garten in Mörshausen.

Die 84-jährige Christa Grenzebach hat viele gemütliche Plätzchen eingerichtet, an denen es sich schön sitzen lässt und von wo aus man die zahlreichen Blumen, Buchsbäume, Stauden und Gräser in dem liebevoll dekorierten Garten genießen kann. „Wir haben eigentlich nur Lieblingsplätze“, sagen die beiden.

Vor dem Haus plätschert der Brühbach vorbei, hinter dem Haus hört man ein sanftes Plätschern aus einem der beiden Gartenteiche. „Der Garten ist jetzt so, wie ich ihn immer haben wollte“, sagt Christa Grenzebach. Als sie 1963 das Haus bauten, habe man sich nicht vorstellen können, dass aus dem Acker mal ein wunderschöner Garten wird.

Haben nur Lieblingsplätze: Christa und Karl Heinz Grenzebach auf ihrer Bank unter dem Ebereschenahorn. Es ist nur einer ihrer vielen Lieblingsplätze im Garten.

Ideenreichtum und Blick für Farben: Mit diesen Tipps den Garten verschönern

„Ohne ihren Ideenreichtum und den Blick für Farben wäre das hier auch alles nicht so“, sagt Karl Heinz Grenzebach über seine Frau. Er übernimmt das Schneiden der Hecken und Buchsbäume – wobei er durchaus einige Kreativität an den Tag legt. So hat der 84-Jährige aus einem der zahlreichen Buchsbäume ein Eichhörnchen gestaltet.

Für den Rest aber sei seine Frau zuständig. Er mag ihre Liebe zum Detail. Und immer wenn sie eine neue Pflanze kauft, frage er, wo die denn noch hinsolle. „Sie sagt dann, ich finde schon noch ein Plätzchen. Und genauso ist es“, sagt der 84-Jährige und lacht.

Zwar hat im Garten der Grenzebachs alles eine gewisse Ordnung. „Aber ich bin nicht pingelig“, sagt Christa Grenzebach. Bei ihr dürften Sachen auch einfach wachsen. Zum Beispiel die Bienenwiese, die jetzt zwar nicht mehr schön aussieht, weil die meisten Blumen längst verblüht sind, die aber stehen bleiben darf, bis die Pflanzen ihren Samen abgeworfen haben. Dann gehen sie im nächsten Jahr erneut auf. Wie wichtig solche Oasen für Bienen und Co. sind, weiß Karl Heinz Grenzebach nur zu gut, denn lange Jahre hatte er selbst eigene Völker.

Weitläufig: Der Garten von Christa und Karl Heinz Grenzebach mutet wie ein Park an.

Garten in Mörshausen ist Paradies für Tiere: Insekten, Nattern und Schnecken

Auch andere Tiere fühlen sich im Garten wohl. Karl Heinz Grenzebach erzählt, dass er eine 1,65 Meter lange Ringelnatter entdeckt hat, die vor seinen Augen die Haut abgestreifte. Die Haut hat er aufgehoben – in der Gartenlaube, zu der auch ein mit Wein bewachsener Freisitz gehört.

Gartentipp: Das hilft gegen Schnecken

Karl Heinz Grenzebach hatte irgendwann den Tipp bekommen, dass gegen Schnecken Basaltstaub hilft. Als er es ausprobierte, hat es tatsächlich funktioniert. Rund um die Pflanzen, so berichtet Karl Heinz Grenzebach, müsse der Basaltstaub gestreut werden, damit die Schnecken fern bleiben. Er holt sich den natürlichen Schneckenschreck im Basaltwerk in Rhünda.

Das Besondere an dem Wein sei, dass die Sorte mit dem Namen Paradise resistent gegen Mehltau sei, sagt Karl Heinz Grenzebach. Er habe nur einmal versucht, daraus Wein zu keltern, das habe aber nicht richtig geklappt. Deshalb sind die blauen Trauben für Christa Grenzebach die Begleitung auf dem Käseteller.

Eigener Brunnen im Garten - Die 4000 Liter Wasser dienen der Pflanzen-Bewässerung

Blauviolett blüht auch Christa Grenzebachs Lieblingspflanze – das Patagonische Eisenkraut. Noch blüht es nicht, aber bald ist es so weit. „Aber in unserem Garten blüht eigentlich immer irgendwas“, sagt Christa Grenzebach. Im Nutzgarten sind die Zucchini reif, es gibt Salat – der den Schnecken in diesem Jahr besonders gut schmeckt – Rhabarber, Gurken und Kirschbäume.

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Im Garten vor dem Haus steht ein kleiner runder Brunnen. Er erinnert ein bisschen an das Märchen vom Froschkönig – ein Frosch wohnt zwar nicht im Brunnen, aber darunter verbirgt sich die ehemalige Klärgrube, die Grenzebachs gereinigt haben und die nun 4000 Liter Wasser fasst, um den weitläufigen Garten zu bewässern. (Barbara Kamisli)

In der Sommerserie „Gespräche am Pflanztisch“ besuchen HNA-Reporter Leserinnen und Leser in ihren grünen Oasen und haben bereits etliche spannende Tipps bekommen – dazu wie Blüten besonders lang ihre volle Pracht entfalten oder wie man sich an Abenden im Garten störende Mücken vom Leib hält.

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