Grüne Wiese in der Lidl-Baugrube

Grüne Baugrube: Hier soll ein Lidl-Supermarkt entstehen. Die Tiefbauarbeiten sind abgeschlossen, nun verzögern sich die weiteren Planungen, und das Gelände verbuscht. Foto: Feser

Spangenberg. Der Weiterbau des Spangenberger Lidl-Marktes verzögert sich. Die Baugrube ist mit kniehohem Buschwerk zugewuchert.

Eigentlich sollte dort im Spätsommer der neue Lidl-Markt stehen. Auf HNA-Anfrage teilte die Pressestelle des Unternehmens in Neckarsulm (Baden-Württemberg) nun mit: „Aktuell befinden wir uns noch in der internen Prüfung zur Optimierung des Standorts, um unseren Kunden eine moderne Einkaufsstätte zu präsentieren.“ Was das bedeutet, dazu wollte die Pressesprecherin keine weiteren Angaben machen. „Dazu sagen wir nichts nach außen.“

Fakt ist: Nach dem Baustart der Tiefbauarbeiten im November 2014 hatte das Unternehmen angekündigt, dass im Spätsommer die neue Filiale in der Jahnstraße fertig sein solle. Ein Discounter der neuen Filialgeneration solle es werden, verkündete damals die Pressestelle. Im März sollten dann die Hochbauarbeiten beginnen. Im Mai teilte die Pressestelle auf HNA-Anfrage mit: „Derzeit prüfen wir noch einige bautechnische Maßnahmen, um den Kunden eine moderne Einkaufsstätte mit optimalen Einkaufsbedingungen zu präsentieren.“ Und bat die HNA, sich im Juli wieder zu melden. Auf die aktuelle Anfrage vertröstete die Pressestelle auf den Monat November.

Fakt ist: Vor 2016 werden die Spangenberger nicht in einem neuen Lidl einkaufen können. Stattdessen wird das verbuschte Bauloch noch wochenlang zu sehen sein. Die Frist, bis spätestens drei Jahre nach Erteilung der Baugenehmigung mit dem Bau zu beginnen, wurde eingehalten, denn der Tiefbau ist abgeschlossen. Ruhen die Bauarbeiten ein Jahr lang, erlischt die Baugenehmigung, diese kann auf Antrag aber rückwirkend verlängert werden

„Als Stadt haben wir keinen Einfluss“, sagt Jörg Emilius, Bauamtsleiter der Stadt Spangenberg. Er berichtete, dass der Bauzaun um das Grundstück nach Unwettern bereits zwei Mal umgefallen ist. Der Eigentümer des Grundstücks, die Lidl Dienstleistungs GmbH & Co. KG, ist für die Verkehrssicherheit des Geländes zuständig. Nach Emilius’ Kenntnisstand verzögern interne Absprachen über die Aufteilung und die Abmessungen des Gebäudes den Weiterbau des Supermarktes.

Für Spangenberg ist eine Filiale mit ökologischem Baukonzept geplant, teilte das Unternehmen mit. Aufgrund eines neuen Wärmesystems werde der Heizenergieverbrauch um rund 100 Megawattstunden pro Jahr reduziert - vergleichbar mit dem Jahresverbrauch von acht Einfamilienhäusern. Die Filiale mit Pultdach soll über 800 Quadratmeter Verkaufsfläche und 75 Parkplätze verfügen.

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