Spangenberg

Grünes Licht für zwei neue Projekte: Kita-Planer unter Zeitdruck

Die Spangenberger Stadtverordneten haben in ihrer Sitzung am Donnerstag mit überwältigender Mehrheit grünes Licht für zwei Projekte gegeben.

Die Kita „Alter Bahnhof“ wird erweitert und der von der evangelischen Kirchengemeinde betriebenen Kindergarten „Am Schlossberg“ erneuert.

Jetzt muss die Stadt erst einmal eine „zweigleisige“ Entwurfsplanung vergeben. Denn bei der Kita am alten Bahnhof steht noch nicht fest, ob die Stadt den alten Lokschuppen abreißen darf, um Platz für einen Anbau zu schaffen. 

Beim Kindergarten „Am Schlossberg“ ist offen, ob eine Sanierung oder ein Neubau wirtschaftlich mehr Sinn macht. Gleich zu welchem Ergebnis die Planer kommen: Sie stehen unter Zeitdruck. 

Denn noch dieses Jahr müssen Förderanträge gestellt werden, damit sich die Stadt 250 000 Euro Zuschuss pro Kindergartengruppe sichern kann.

Warteliste für die Kitas

Die Sitzung in der Burgsitzschule, die vom Stadtverordnetenvorsteher Wilfried Dräger (SPD) mit einer Schweigeminute für den ermordeten Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke eröffnet wurde, verfolgten viele junge Eltern auf den Besucherrängen. 

Kein Wunder, in Spangenberg gibt es eine Warteliste für die Kitas. Zahlen nannte Bürgermeister Peter Tigges (CDU) in der Sitzung nicht.

Die Kita „Alter Bahnhof“, in der schon eine Notgruppe zusätzlich eingerichtet wurde, sei „proppevoll“, sagte er. Bedarf bestehe insbesondere für Krippenplätze. Der Kindergarten soll von jetzt sieben auf dann zehn Gruppen erweitert werden. 

Die Krux dabei: Die Denkmalpflege habe Probleme damit, den Abriss des alten Lokschuppens zu genehmigen, um dem Kita-Gelände Platz für einen Anbau zu schaffen, sagte Tigges. 

Dabei könnte es eine Rolle spielen, ob ein Umbau ohne Abriss des Schuppens deutlich teurer würde. Die Kosten für beide Varianten sollen nun ermittelt werden.

Kita kann zum Aushängeschild werden

Die Entwürfe des Büros Bier wurden vom Fraktionschef Dr. Ralf Hillwig (SPD) ausdrücklich gelobt. Die Kita am alten Bahnhof könne „zum Aushängeschild für Spangenberg“ werden. Das Gelände sei ideal. 

Söhnke Salzmann (FDP) sprach von einem „Wohlfühlort für Kinder“. Es kann gut sein, dass nicht nur die Kita am Alten Bahnhof erweitert wird, sondern in unmittelbarer Nähe - auf einem städtischen Grundstück an der Ladestraße - ein weiterer Kindergarten errichtet wird. 

Denn die Stadtverordneten haben beschlossen, prüfen zu lassen, ob ein Neubau der Evangelischen Kita „Schlossberg“ an dieser Stelle günstiger kommt als eine Sanierung. 

Allein die energetische Sanierung dieses Kindergartens würde die Stadt mit 260 000 Euro belasten, sagte Bürgermeister Tigges. Hinzu kämen die Kosten für die Beseitigung der baulichen Mängel und für ein Ersatzquartier während der Sanierungsarbeiten. 

Außerdem gibt es für eine Sanierung viel niedrigere Zuschüsse. Immerhin könne der Kindergarten, in dem Schimmel festgestellt wurden, erst mal weiter betrieben werden, teilte Pfarrer Dr. Volker Mantey mit. 

Messungen hätten keine Schadstoffbelastung der Luft ergeben.

Rubriklistenbild: © Foto: Peter Dilling

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