Burgsitzschule bleibt offen

Kind der Burgsitzschule an Corona erkrankt: Kein Regelbetrieb vor den Sommerferien

Symbolfoto Schule.
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Symbolfoto.

Spangenberg – An der Burgsitzschule in Spangenberg ist ein Kind an Corona erkrankt. Das bestätigt die Schulleiterin Sieglinde Strieder auf HNA-Nachfrage. Das Kind besucht die Jahrgangsstufe zwei.

Sieben weitere Kinder und zwei Lehrkräfte befinden sich auf Anordnung des Landkreises in häuslicher Quarantäne. Sie hatten zuvor Kontakt mit dem Kind. Das bestätigt auch der Landkreis auf Nachfrage. Weitere Schüler oder Lehrer seien von den Vorsichtsmaßnahmen des Gesundheitsamtes zunächst nicht betroffen. An der Burgsitzschule wurden wegen der Pandemie alle Klassen in zwei Lerngruppen unterteilt mit jeweils acht Kindern. Diese werden in zweiwöchigem Rhythmus in der Schule unterrichtet. „Deshalb ist die Zahl der Kontaktpersonen gering. Die Lerngruppen werden streng voneinander getrennt, untereinander haben Kinder unterschiedlicher Gruppen in der Schule keinen Kontakt“, erklärt Strieder. Aus diesem Grund laufe der Unterricht auch für die restlichen Schüler und Lehrer wie gewohnt unter den aktuellen Hygienevorschriften weiter. Das Gesundheitsamt des Kreises sieht eine Schulschließung nicht für erforderlich, bestätigt Stephan Bürger, Sprecher des Landkreises.

Das Kind ist am vergangenen Donnerstag getestet worden. Am Freitag lag das positive Ergebnis vor. Sofort habe man in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt alle Kontaktpersonen informiert, erklärt Strieder. Wegen des positiven Corona-Falles findet seit Montag an der Burgsitzschule – anders als an anderen Grundschulen in Hessen – kein Regelbetrieb statt. „Das haben wir gemeinsam mit dem Gesundheitsamt entschieden“, sagt sie.

An der Burgsitzschule findet bis zu den Sommerferien weiterhin nur ein eingeschränkter Regelbetrieb statt. Die Schüler werden wie bisher in Lerngruppen mit bis zu acht Kindern unterrichtet. Dadurch könne der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden, erklärt Strieder.

In dieser Woche werden die Gruppen zwei und vier im Präsenzunterricht geschult. Die Gruppen ein und drei zuhause. Für den Präsenzunterricht müsste zum Teil anderes pädagogisches Personal eingesetzt werden, da einige Lehrer nicht einsatzfähig seien. Zum Teil gehörten sie zur Risikogruppe.

Corona-Fall an Burgsitzschule in Spangenberg: Kritik aus Elternschaft

Derweil gibt es Kritik aus der Elternschaft der Schule. So heißt es, dass das Gesundheitsamt des Landkreises zu spät reagiert und seine Fürsorgepflicht verletzt habe. Auch würde ein Teil der Elternschaft die komplette Schulschließung fordern, was der Kreis ablehne. Das an Covid-19 erkrankte Kind sei, so ist aus der Elternschaft zu hören, nur auf das Drängen der Mutter vergangenen Donnerstag vom Gesundheitsamt getestet worden, heißt es von der Elternschaft. Das können aber weder Landkreis noch Schulleitung bestätigen. Um etwaige Gerüchte aus der Welt zu schaffen, hat die Schulleitung am Montagabend eine Schülerelternbeiratssitzung einberufen. „Um Fragen zu klären“, sagt Strieder. Foto: Burgsitzschule

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