Ehepaar Schenk gibt Parteibuch zurück

Knall in der Spangenberger SPD: Zwei Ur-Gesteine treten aus

Spangenberg. Nach der verlorenen Bürgermeisterwahl knallt es weiter in der SPD: Parlamentschefin Claudia Schenk (67) und ihr Ehemann, Raimund Schenk (72), haben ihr Parteibuch zurückgegeben.

Claudia Schenk

„Diese SPD in Spangenberg vertritt nicht unser Verständnis von Sozialdemokratie“, teilten sie gegenüber der HNA mit, „wir sind mit vielen Entscheidungen dieser Fraktion nicht einverstanden.“ Diese Kritik habe das Ehepaar auch gegenüber der Fraktion geäußert. Daraufhin sei Raimund Schenk „ohne Angaben von Gründen“ von der Fraktion aus zwei Kommissionen und dem Haupt- und Finanzausschuss zurückgezogen worden. Das habe den Ausschlag für ihren Fraktions- und Parteiaustritt gegeben. Claudia und Raimund Schenk beklagen auch den menschlichen Umgang miteinander in der Partei: „Dieser entspricht nicht unseren Wertvorstellungen.“

Raimund Schenk

Claudia und Raimund Schenk waren 1996 in die SPD eingetreten, und beide saßen 18 Jahre lang für die SPD-Fraktion im Stadtparlament. Raimund Schenk entstammt einer Spangenberger SPD-Familie: SeinVater und sein Großvater waren Bürgermeister in Spangenberg. Raimund Schenk war Stadtverordnetenvorsteher und Magistratsmitglied, zuletzt war er Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses. Seine Frau Claudia ist Stadtverordnetenvorsteherin.

Beide werden ihre politischen Mandate bis zum Ende der Legislaturperiode wahrnehmen. Claudia Schenk behält ihr Amt als Stadtverordnetenvorsteherin, da sie vom Parlament gewählt wurde. Seit zwölf Jahren ist sie Ortsvorsteherin in Spangenberg.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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