Löschkids sichern Zukunft der Spangenberger Feuerwehr

Geehrte und Offizielle: von links der stellvertretende Vereinsvorsitzende Heiko Schmidt, Horst Landau, Karl-Heinz Brethauer (beide 40 Jahre Mitgliedschaft im Verein), Mario Pister (3. Feuerwehrmann des Jahres), Klaus Stöbel (Ehrenplakette für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft), Bürgermeister Peter Tigges, Brian Steele (2. Feuerwehrmann des Jahres), Jan Steffen, Stefan Salzmann, Heinz Boßmann, vorn Marc Siebert. Siebert war bei 28 Tr effen der Jugendfeuerwehr dabei und wurde dafür als Jugendfeuerwehrmann des Jahres ausgezeichnet. Er ist nun Träger des Goldenen Helmes. Foto: Helmut Wenderoth

Spangenberg – Die erfolgreiche Reaktivierung der Spangenberger Kinderfeuerwehr „die Löschkids“ war das beherrschende Thema aller Redner bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Spangenberg.

Die Löschkids

Nach einer Planung von fast einem Jahr ist das Vorhaben gelungen. Mittlerweile treffen sich alle drei Wochen 22 Kinder. Ein Organisationsteam aus vier Personen (Maria Voland, Herlefeld, Kristina Kolbe, Bergheim, Benjamin Vaupel, Weidelbach und Jan Steffen, Spangenberg) steht hinter dem Erfolg. So gibt es nicht in jedem Stadtteil eine eigene Kinderfeuerwehr, sondern es gibt eine gemeinsame Gruppe der Löschkids auf Stadtebene. Die Treffen finden immer in einem anderen Stadtteil statt. Die Sechs- bis Zehnjährigen sind mit Eifer dabei. Bürgermeister Peter Tigges zeigte sich sehr erfreut über die Wiedergründung der Löschkids. Damit sei ein wichtiger Grundstein für die Zukunft der Spangenberger Feuerwehr gelegt worden.

Die Einsätze

Jan Stetten, Wehrführer und auch Mitbetreuer der Löschkids, berichtete von neun Brandeinsätzen und 19 Technischen Hilfeleistungen, zu denen die Wehr ausrückte. Wie Stetten berichtete, leisteten die 36 Aktiven insgesamt 2453 Stunden freiwilligen Dienst. Würde man das in Geld umrechnen, kämen über 122 000 Euro zusammen. Auch die ortsansässigen Vereine werden von den Aktiven bei ihren Veranstaltungen unterstützt. Vor dem Feuerwehrhaus werden immer wieder die Parkplätze der Einsatzkräfte zugeparkt, sagte Stetten. Von der Stadtverwaltung erwartet er, dass dies behoben wird. Für das Parkplatzproblem sollen demnächst mit der Wehrführung Lösungen gesucht werden, hieß es vom Bürgermeister.

Der Verein

Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Heiko Schmidt betonte den hohen Stellenwert, den die Spangenberger Brandschützer bei den Einwohnern genießen. Der Verein hat insgesamt 369 Mitglieder, davon 13 Jugendfeuerwehrleute, 22 Löschkids, neun in der Alters- und Ehrenabteilung, drei Musiker und 36 Aktive. Schmidt bedauert sehr, dass bei den Aktiven keine Frau mehr dabei ist. Dort sieht er Handlungs- und Nachholbedarf.

Die Jugend

Wegen Umzugs schrumpfte die Zahl der Mitglieder in der Jugendfeuerwehr um eins, sagte Jugendfeuerwehrwart Max Künzl. Für die Nachwuchsbrandschützer wird ein umfangreiches und sehr breit gefächertes Programm geboten. Jugendfeuerwehrmann des Jahres und damit Träger des Goldenen Helmes wurde Marc Siebert, der bei 28 Treffen der Jugendfeuerwehr dabei war.

Das Lob

Peter Tigges dankte den Feuerwehrleuten für ihre gute Arbeit. Er bezeichnete sie als eine sehr schlagkräftige Truppe, die jederzeit bereit ist, dem Nächsten zu helfen. Auch Stadtbrandinspektor Stefan Salzmann lobte die gute Jugendarbeit. Ohne Löschkids und Jugendfeuerwehr sieht er die Zukunft der Feuerwehren in Gefahr. Durch die gemeinsame Kinderfeuerwehr gebe es eine gute Zusammenarbeit auf Stadtebene, die sich hoffentlich bis in die Einsatzabteilungen fortsetzen werde.

Die Auszeichnungen

Ehrenverbandsvorsitzender Heinz Boßmann zeichnete Klaus Stöbel mit der Ehrenplakette für 25-jährige aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr Spangenberg aus.

Für 40-jährige Mitgliedschaft im Verein wurden Horst Landau und Karl-Heinz Brethauer geehrt.

Feuerwehrmänner des Jahres wurden: 1. Nils Kappauf (nicht bei der Versammlung anwesend), 2. Brian Steele, 3. Mario Pister.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.