1. Startseite
  2. Lokales
  3. Melsungen
  4. Spangenberg

Metzebach hilft Geflüchteten: Benefiz-Wanderung brachte 2700 Euro für Ukraine-Hilfe

Erstellt:

Von: Helmut Wenderoth

Kommentare

Am Steinkreis: Jonas (7) und Mathea (5) sind aus Berlin und weilen zu einem Besuch bei ihrer Oma in Morschen. Gemeinsam mit Mama, Oma und dem Familienhund, machen sie die Wanderung mit.
Am Steinkreis: Jonas (7) und Mathea (5) sind aus Berlin und weilen zu einem Besuch bei ihrer Oma in Morschen. Gemeinsam mit Mama, Oma und dem Familienhund, machen sie die Wanderung mit. © Helmut Wenderoth

Bei der Benefiz-Wanderung in Metzebach für Frieden und Hilfe für die Ukrainer sind mehr als 2700 Euro zusammengekommen.

Metzebach – Unter dem Motto „give peace a chance“ hatten die Dorfgemeinschaft, die Feuerwehr und der Ortsbeirat Metzebach eingeladen. Es hatte den Anschein, als seien alle 150 Einwohner des idyllisch im Tal des Metzebaches gelegenen Spangenberger Stadtteils auf den Beinen. Das Geld wurde an die Ukraine-Hilfe weitergeleitet.

Los ging es mit einer Wanderung. Beim Start an der Dreschscheune, konnten Ortsvorsteherin Eva Classen und die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Karin Hardt, auch Bürgermeister Andreas Rehm und mehr als 60 Mitwanderer und 15 Helfer begrüßen. Auch eine Flüchtlingsfamilie aus der Ukraine, die in Metzebach eine vorübergehende Bleibe gefunden hat, war dabei. Sie wanderten mit und lernten so ihre neue Heimat kennen.

Metzebach: Viele Besucher am Aktionstag

Bürgermeister Rehm freute sich, dass so viele Besucher zu diesem Aktionstag gekommen waren. Diese Aktion und die vielen Helfer zeigten, dass die Dorfgemeinschaft in Metzebach funktioniere. Die Ortsvorsteherin fordert Solidarität mit den Menschen aus der Ukraine.

Alle Speisen und Getränke bei der Veranstaltung waren frei, dafür sollten Spenden in die bereitstehenden Dosen gesteckt werden. Örtliche Firmen hatten die Speisen kostenlos zur Verfügung gestellt, die Banken hatten schon vorab einen Betrag gespendet. Hausfrauen aus Metzebach hatten Kuchen gebacken.

Am Kuchenbuffet: Sinja und ihre Mutter Simone Herrmann haben am Kuchenbuffet alle Hände voll zu tun.
Am Kuchenbuffet: Sinja und ihre Mutter Simone Herrmann haben am Kuchenbuffet alle Hände voll zu tun. © Helmut Wenderoth

Förster Herbert Kupfer und der Kurator des Ars Natura Kunstwanderweges, Sandrino Sandinista Sander, führten die Wanderer. Der Förster erläuterte auf seiner Route durch den Wald vor Ort die Schäden im Wald. Er zeigte auch Möglichkeiten auf, wie der Wald erneuert werden könne und auf welche Besonderheiten dabei geachtet werden müsse, um in Zukunft wieder einen kräftigen Wald zu haben.

Die andere Gruppe wanderte mit Sander auf dem Teilstück des Ars Natura „Der neuen Metzebacher Runde“, die im Zeichen der Elemente Wasser, Erde, Luft und Feuer steht. Nach einem kurzen, steilen Anstieg erreichten die Wanderer den ersten Höhepunkt: den spirituell anmutenden Steinkreis.

Geld für die Ukraine: Kuchenverkauf und vieles mehr

Hier wurde am Standort des alten Wasserhäuschens ein Kunstwerk aus Felssteinen erschaffen, von dem man einen herrlichen Blick auf die gesamte Umgebung hat. Weiter ging es dann zu der Verpflegungsstation am neuen Pavillon, der von Sander und seiner Frau Karin Adam der Dorfgemeinschaft übergeben wurde.

Im Metzebacher Dorfgemeinschaftshaus gab es ein Torten-Buffet für die Besucher. Auch diese Einnahmen kamen den geflüchteten Ukrainern zugute. Dann folgte der nächste Höhepunkt der Veranstaltung: die erste Metzebacher Stehrumsel-Versteigerung. Alexander Krause und Eva Classen versteigerten die gespendeten Artikel.

Für eine Stoffkatze gab es 15 Euro, einen Modell-Ferrari für 16 Euro. Zu versteigern waren auch ein 100 Jahre altes Fernglas, Spiele und ein Gartenzwerg. Zum Ende des Aktionstages gab es eine Filmvorführung im Dreschschuppen. (Helmut Wenderoth)

Auch interessant

Kommentare