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Mit Zeichensprache klappt’s: Elli aus Spangenberg hat nun geflüchtete Ukrainer in der Klasse

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Von: Barbara Kamisli

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War aufgeregt, als der neue Mitschüler kam: Elli Rogler besucht die zweite Klasse der Burgsitzschule in Spangenberg und hat seit einiger Zeit einen Mitschüler, der mit seiner Familie aus der Ukraine geflüchtet ist.
War aufgeregt, als der neue Mitschüler kam: Elli Rogler besucht die zweite Klasse der Burgsitzschule in Spangenberg und hat seit einiger Zeit einen Mitschüler, der mit seiner Familie aus der Ukraine geflüchtet ist. © Barbara Kamilsi

Überall im Schwalm-Eder-Kreis besuchen aus der Ukraine geflüchtete Jungen und Mädchen jetzt auch den Schulunterricht.

Spangenberg – Wir haben an der Burgsitzschule in Spangenberg die Schulleiterin Sieglinde Strieder und Zweitklässlerin Elli Rogler nach ihren Erfahrungen in den ersten Wochen gefragt.

Die Schulleiterin

In der Burgsitzschule in Spangenberg haben bis zu den Osterferien 23 Jungen und Mädchen aus der Ukraine am Unterricht teilgenommen.

„Die Schüler verteilen sich über die Klassen 1 bis 9“, sagt Sieglinde Strieder. Bisher habe sie nur positive Rückmeldung bekommen. Die Neuankömmlinge seien sehr wissbegierig und werden von den Burgsitzschülern mit offenen Armen empfangen. „Oftmals auch mit kleinen Geschenken“, sagt Strieder.

Die Kinder und Jugendlichen werden in Intensivklassen unterrichtet, sind aber auch Stammklassen zugeordnet, die ihrem Alter entsprechen. Die Anzahl der Stunden in den Intensivklassen richtet sich nach der Zahl der Lehrkraft, die für den Deutschunterricht zur Verfügung stehen – dafür wurden und werden befristete Lehraufträge vergeben, sagt die Schulleiterin.

Aber es erhielten bereits alle Schüler Deutschunterricht im Rahmen der personellen Möglichkeiten.

Die Schülerin

Elli Rogler ist acht Jahre alt und besucht die zweite Klasse der Burgsitzschule. „Wir waren schon etwas aufgeregt, als wir erfuhren, dass wir einen ukrainischen Mitschüler bekommen“, sagt Elli. Noch könne er ganz wenig Deutsch, aber mithilfe von Zeichensprache und einer Mitschülerin, die beim Übersetzen hilft, läuft es eigentlich ganz gut, findet Elli.

Was in der Ukraine gerade passiert, das hätten sie in der Klasse mit der Lehrerin besprochen. „Wir haben auch Friedenstauben gebastelt“, sagt die Achtjährige. Auch einen kleinen Friedensmarsch gab es.

Elli sagt, dass sie nicht in der Situation ihres Mitschülers sein möchte. Sie verstehe, dass man nicht an einem Ort sein möchte, an dem Krieg herrscht. „Wenn die Leute dann mal zurückkönnen, dann müssen sie ja auch erst mal wieder ganz viel aufbauen. Aber man merkt schon, dass der Mitschüler gern zurück möchte.“ (Barbara Kamisli)

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