Nach zwölf Jahren

Kita-Leiterin wechselt von Spangenberg nach Wehlheiden

Abschied aus Spangenberg: Gabriela Wehner war zwölf Jahre Leiterin der Kindertagesstätte Am Schlossberg Spangenberg. Sie wird ab September eine Kita in Kassel-Wehlheiden leiten. Foto: Feser

Spangenberg. Beharrlichkeit ist ihre Stärke, sagt Gabriela Wehner. Und diese Beharrlichkeit kam ihr in den vergangenen zwölf Jahren als Leiterin in der Kindertagesstätte Am Schlossberg in Spangenberg zugute. Denn es war eine Zeit der Umbrüche – pädagogisch, konzeptionell und baulich.

„Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, sich beruflich noch mal zu verändern“, sagt die 52-Jährige. Ende August wird sie den Kindergarten verlassen, um die Leitung der Evangelischen Kindertagesstätte in Kassel-Wehlheiden zu übernehmen.

Als Gabriela Wehner 2004 nach Spangenberg kam, arbeitete jede Kindergarten-Gruppe für sich, berichtet sie. Gemeinsam mit dem Team strukturierte die Leiterin den Kita-Alltag um und sorgte für eine so genannte teiloffene Arbeit. Also für Spielschwerpunkte wie Bauteppich und Kreativbereich, in die sich die Kinder selbstbestimmt einwählen können. Denn Gabriela Wehner sagt: „Ich möchte Geborgenheit geben und die Kinder herausfordern, mutiger und selbstständiger zu werden.“

Mit den Kindern über den Alltag zu philosophieren – das ist für sie das Schönste am Beruf. Die Gespräche über Fußballspiele, über das Abschiednehmen vom gestorbenen Meerschweinchen, über Gott und die Welt. Religionspädagogische Arbeit Gabriela Wehner ihr wichtig: „Wir leben den Glauben mit den Kindern und können ihnen so einen ganz anderen Halt geben.“ Denn die Kinder erfahren, dass sie sich auch an Gott wenden können. Deshalb hat sie sich bewusst wieder für die Leitung einer evangelischen Kindertagesstätte beworben. Damit wird auch ein Umzug verbunden sein. Noch lebt Gabriela Wehner mit ihrem Mann, einem Sozialpädagogen, und dem 15-jährigen Sohn in Söhrewald.

Den Spangenberger Kindergarten wird sie gut bestellt verlassen: Seit Januar gibt es dort eine Krippengruppe. Dafür waren große Umbaumaßnahmen nötig. Auch am Außengelände hat sich viel getan: Es gibt ein Baumhaus, eine Matschanlage und ein Weidentipi, denn naturnahes Spielen ist ein roter Faden ihres pädagogischen Konzepts. Und diesen roten Faden möchte sie an ihrer neuen Arbeitsstelle im Blick behalten.

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