Verwaltung hat ein Konzept ausgearbeitet

Parlament Spangenberg entscheidet über Zukunft der Kulturhalle

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Hohe Kosten, geringe Auslastung: Die Stadt sucht nach neuen Nutzungskonzepten für die Kulturhalle.

Spangenberg. Was wird aus der Spangenberger Kulturhalle und dem angrenzenden Bauhof-Gebäude? Darüber entscheiden die Stadtverordneten am Mittwochabend in öffentlicher Sitzung.

Die Verwaltung hat ein Konzept ausgearbeitet, wonach der Bauhof in drei Bauabschnitten saniert werden könnte. Angedacht ist, in einem ersten Bauabschnitt Fassade, Dach und Grundmauer zu sanieren. Kosten: rund 104.000 Euro. Im zweiten Bauabschnitt könnte für rund 14.000 Euro hinter dem Bauhof ein Lagerplatz mit Lagerboxen entstehen. Im dritten Bauabschnitt müsste die Heizungsanlage saniert werden.

Die Stadtverordneten entscheiden auch über die weitere Nutzung der angrenzenden Kulturhalle. Denn sie verursacht bislang hohe Kosten bei geringer Auslastung.

Variante 1: Der Bauhof nutzt die große Kulturhalle als Lagerraum für Anhänger, Marktbuden und Anbauteile. Mittelfristig würde die Halle nicht beheizt. Die kleine Kulturhalle könnte weiter für Veranstaltungen genutzt werden, weil sie in den Heizkreislauf des Bauhofs integriert würde. Bei den Varianten 2 und 3 spielt die Stiftung Himmelsfels eine Rolle. „Wir können der Stadt garantieren, dass die Halle mehr genutzt wird“, teilt Johannes Weth, Vorstand der Werner Pfetzing-Stiftung Himmelsfels auf HNA-Anfrage mit, „denn mit der Kulturhalle könnte der Himmelsfels ganzjährig Fortbildungen und Seminare anbieten.“ Bislang gibt‘s auf dem Himmelsfels nur von Frühjahr bis Herbst Programm.

Variante 2 sieht vor, der Stiftung die große Kulturhalle pachtfrei zu überlassen. Im Gegenzug würde die Stiftung die Bewirtschaftungs- und Unterhaltungskosten tragen. Die Halle würde von der Heizung abgeklemmt, und die Stiftung müsste eine eigene Lösung für die Beheizung finden. Die kleine Kulturhalle würde weiterhin von der Stadt für Veranstaltungen genutzt. Mittelfristig wäre der Bau einer Maschinenhalle auf dem Platz gegenüber des Bauhofs einzuplanen.

Bei Variante 3 würde die Stiftung Himmelsfels die große und die kleine Kulturhalle pachtfrei nutzen und sämtliche Bewirtschaftungs- und Unterhaltungskosten tragen. Beide Hallen würden von der Heizung abgeklemmt, und die Stiftung müsste sich um eine eigene Beheizungslösung kümmern. Auch bei dieser Variante ist der Bau einer Maschinenhalle auf dem Platz gegenüber des Bauhofs geplant.

Entscheiden sich die Parlamentarier für den Himmelsfels in der Kulturhalle, plant die Stiftung, zunächst die Küchenlogistik auszubauen, um eine Verpflegung der Besucher vor Ort zu ermöglichen. Bislang gibt es in der Kulturhalle keine Küche. Um die große Halle flexibel zu gestalten, sind abtrennbare Bereiche mittels eines bunten, luftdichten Vorhangsystems an den vielen Säulen geplant, das die Beheizung erleichtern soll. „Das ist unsere Perspektive für die nächsten zehn bis 15 Jahre“, sagt Weth.

Parlament Spangenberg: öffentliche Sitzung am 20. Mai, 19.30 Uhr, Infozentrum der Burgsitzschule

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