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Preis für Wasser in Spangenberg soll steigen

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Von: Barbara Kamisli

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Könnte bald mehr kosten: Um kostendeckend zu bleiben, müssten die Gebühren für Frischwasser im kommenden Jahr erhöht werden. Archi
Könnte bald mehr kosten: Um kostendeckend zu bleiben, müssten die Gebühren für Frischwasser im kommenden Jahr erhöht werden. Archi © Carolin Hartung

Jede Menge Gesprächsbedarf gab es jüngst in Spangenberg beim Thema Wasser- und Abwassergebühren. Eine Entscheidung wurde aber vertagt.

Spangenberg – Keine Entscheidung, aber jede Menge Gesprächsbedarf gab es während der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten beim Thema Wasser- und Abwassergebühren.

Um kostendeckend arbeiten zu können – wozu die Städte und Gemeinde verpflichtet sind – müsste Frischwasser laut Kalkulation ab dem kommenden Jahr 3,29 Euro pro Kubikmeter kosten. Bisher liegt der Preis bei 3,06 Euro. Die Gebühren für eine Musterfamilie mit einem Verbrauch von 120 Kubikmetern Frischwasser im Jahr lägen somit bei 394,80 Euro statt wie bisher bei 367,20 Euro.

Die Kosten für Abwasser hingegen würden günstiger und lägen bei 4,52 Euro pro Kubikmeter statt wie bisher bei 4,65 Euro. Kalkulierte wurden die Preise für drei Jahre also ab 2023 bis 2025.

Das sorgte bei so manchem Stadtverordneten doch für Erstaunen, da die Stadt Spangenberg davon ausgeht, ab 2024 Wasser an die Stadt Melsungen verkaufen zu können. Veranschlagt sind Einnahmen von 75 000 Euro.

„Wir hatten doch gehofft, dass der Wasserverkauf sich deutlicher niederschlägt“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Dr. Ralf Hillwig.

Auch Sönke Salzmann, Vorsitzender der FDP-Fraktion, sagte, es sei höchst unbefriedigend, dass der Preissenkungseffekt so niedrig ausfällt. Bürgermeister Andreas Rehm erklärte, dass Spangenberg durch die Einnahmen aus dem Wasserverkauf durchaus Vorteile habe. Denn bei den Preisen handle es sich um Mischkalkulationen und die Einnahmen aus dem Wasserverkauf an Melsungen für das Jahr 2024 seien in die Kalkulation miteinbezogen. Sonst lägen die Gebühren noch höher.

Rehm: „Eine Erhöhung von 23 Cent ist misslich, aber wir müssen auch ins Wassernetz investieren.“ Spangenberg habe mit allen Stadtteilen rund 80 Kilometer Leitung. Ingo Kühl (FDP) trug einen Fragenkatalog zum Thema vor, da dieser aber vor der Sitzung in der Verwaltung nicht vorlag, konnten viele Detailfragen am Donnerstag nicht geklärt werden.

Tobias Wicke (CDU) sagte: „Die Fragen sind berechtigt und wichtig.“ Doch er mahnte an, dass man in Zusammenhang mit den Gebühren, nicht „schon wieder den Wasserverkauf thematisieren sollte“, denn der habe nichts damit zu tun. „Fakt ist, dass wir bisher zu wenig für das Wasser genommen haben.“

Die Stadtverordneten entschieden am Donnerstag nicht über die Änderung der Gebührensatzungen für Wasser und Abwasser, sondern vertagten das Thema auf die kommende Sitzung am Donnerstag, 17. November, 19.30 Uhr . Denn auch in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses war es aus zeitlichen Gründen nicht abschließend diskutiert worden. (Barbara Kamisli)

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