Andreas Rehm wird neuer Bürgermeister von Spangenberg

Parteiloser setzt sich gegen drei Kandidaten durch

Freudiger Sieger: Andreas Rehm mit seiner Lebensgefährtin Anja Lange und deren Tochter Giuliana Lange.
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Freudiger Sieger: Andreas Rehm mit seiner Lebensgefährtin Anja Lange und deren Tochter Giuliana Lange.

Andreas Rehm heißt der neue Bürgermeister von Spangenberg. Er setzte sich gegen drei Mitbewerber durch und folgt damit auf Peter Tigges (CDU), der nach drei Amtszeiten nicht mehr zur Wahl antrat.

Spangenberg - Der 54-jährige Rehm trat als parteiloser Kandidat an und holte im ersten Wahlgang 50,25 Prozent der Stimmen. Er setzte sich gegen seine Mitbewerber Michael Johne (SPD), Peter Scheben (CDU) und Wilfried Dräger (parteiunabhängiger Kandidat) durch.

Michael Johne holte 32,47 Prozent der Stimmen, Peter Scheben 13,21 Prozent und Wilfried Dräger 4,07 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag laut Internetseite der Stadt Spangenberg bei 76,32 Prozent.

Andreas Rehm ist überwältigt vom Ergebnis. „Ich hatte mir schon Chancen ausgerechnet“, sagt der 54-Jährige. Dennoch war er wie viele andere davon ausgegangenen, dass es zu einer Stichwahl kommt. „Ich bin gerührt und sprachlos“, sagt Rehm. Das sei ein wahnsinniger Vertrauensvorschuss: „Der mich als alten Spangenberger natürlich berührt“, sagt Rehm. Und es sei auch ein Zeichen dafür, dass er jenseits der herkömmlichen Parteipolitik Menschen habe mitnehmen können. Gestern stand erst mal Feiern auf dem Programm. „Da werde ich auch meinen Chef nicht fragen müssen, ob er mir am Montag frei gibt“, sagt Rehm.

SPD-Kandidat und langjähriger Erster Stadtrat Michael Johne hat dieses Ergebnis so nicht erwartet. „Ich hätte mit einer Stichwahl gerechnet“, sagt der 43-Jährige sichtlich enttäuscht. „Aber der Bürger hat so entschieden und das akzeptiere ich natürlich.“ Alles Weitere müsse man in den kommenden Tagen sehen.

Auch CDU-Kandidat Peter Scheben ist davon ausgegangenen, dass es zu einer Stichwahl kommen wird. Für sein Ergebnis habe er sich mehr versprochen: „Aber meine Kollegen freuen sich“, sagt er.

Der vierte Kandidat Wilfried Dräger sagte, dass er gut mit seinem Ergebnis leben könne. Er habe so etwas in der Art erwartet. Aber für ihn sei das nicht das Ende in der Politik. (Barbara Kamisli)

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