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Renovierung in Böddiger im Zeitplan

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Von: Manfred Schaake

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Freude über die Sanierung: von links Ernst Friedrich Schluckebier, Edith Kranz, Vanessa Damm mit der Kupferhülse für die Turmzier, Marga Bartholmai, Hannelore Träbing und Sabine Landesfeind.
Freude über die Sanierung: von links Ernst Friedrich Schluckebier, Edith Kranz, Vanessa Damm mit der Kupferhülse für die Turmzier, Marga Bartholmai, Hannelore Träbing und Sabine Landesfeind. © Manfred Schaake

Freude herrschte bei einem Baustellen-Termin in Böddiger: Die restaurierte Turmzier samt Wetterfahne aus dem Baujahr 1799 krönt wieder den Kirchturm.

Böddiger – Schmiedemeister Michael Possinger aus Guxhagen hat die Zier restauriert. Mit Architekt Jürgen Bauer setzte er die Zier auf die Turmspitze. In der Kupferhülse befindet sich auch eine Ausgabe unserer Zeitung.

Hinzu kamen die aktuellen Münzen, eine Liste aller beteiligten Behörden und Firmen und eine Baudokumentation.

Wir sind gut in der Zeit

„Wir sind gut in der Zeit“, erklärte Bauer gegenüber den Kirchenvorstandsmitgliedern aus Böddiger, Pfarrerin Verena Damm und ihrem Vorgänger Ernst Friedrich Schluckebier.

Mit 1,2 Millionen Euro ist die Sanierung mit ihren drei Bauabschnitten veranschlagt. Der vorerst letzte Gottesdienst hatte Silvester 2000 in der Kirche stattgefunden. Dann wurde in der Friedhofskapelle und im Gemeinschaftshaus Gottesdienst gefeiert. Die Christen hatten gehofft, Weihnachten 2022 wieder in ihr Gotteshaus einziehen können.

Lob für die Planung

Trotz all der guten Fortschritte und bei allem Lob für die an Planung und Bau Beteiligten kann sich der Architekt, wie er betont, „noch nicht festlegen“, obwohl er hoffnungsvoll sei. Angesichts der allgemeinen Krise könnte es bei einigen noch anstehenden Arbeiten eventuell noch zu Verzögerungen kommen.

Bauer: „Entscheidend ist, dass wir eine gut sanierte Kirche bekommen. Bisher sind alle Arbeiten auf hohem Niveau ausgeführt worden.“ So sieht es auch der Kirchenvorstand. „Ich freue mich, dass alles im Rahmen ist und freue mich sehr auf den ersten Gottesdienst, auch wenn es erst 2023 sein sollte“, sagte Pfarrerin Damm. Ihr Vorgänger Ernst Friedrich Schluckebier hat für die Nachwelt die Vorgeschichte der Sanierung dokumentiert: „Ein Jahrzehnt der Vorbereitung, der Entwürfe, Planungen und schließlich der Genehmigungen bedurfte es, um erfolgreich die Sanierung unserer Friedenskirche auf den Weg zu bringen.“

Der lange Weg durch die Instanzen hatte bereits 1994 begonnen. „Eine umfangreiche Diagnostik war zuvor erforderlich, bevor Entscheidungen hinsichtlich der Therapie getroffen werden konnten“, beschreibt Schluckebier den Prozess. Als Herausforderung wird die Nachgründung bezeichnet. Weil der Boden für das Gotteshaus nicht tragfähig war, hatten sich Risse gebildet. Nunmehr tragen neue und zusätzliche Stahlbeton-Fundamente den historischen Bau. Der steht nun auf festen Füßen, sind sich die Experten einig.

Altes Eisen mit neuem Glanz: Schmiedemeister Michael Possinger steht neben der Turmzier mit der Wetterfahne aus 1799.
Altes Eisen mit neuem Glanz: Schmiedemeister Michael Possinger steht neben der Turmzier mit der Wetterfahne aus 1799. ©  Jürgen Bauer/nh

Die Kirchengemeinde, so kündigte Schluckebier an, wird zu der Sanierung ein Fotobuch herausgeben.

(Manfred Schaake)

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