Salzmann ist neuer Stadtbrandinspektor von Spangenberg

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Erhält am Donnerstagabend die Ernennungsurkunde: Der 41-jährige Stefan Salzmann wird der neue Stadtbrandinspektor Spangenbergs.

Spangenberg. Am Donnerstagabend wird Stefan Salzmann (41) vom Magistrat offiziell zum Stadtbrandinspektor ernannt. Damit löst er Uwe Bauer (57) ab, der das Amt 20 Jahre lang inne hatte.

Technik hat ihn schon immer fasziniert. Deshalb ist Stefan Salzmann Zerspanungsmechaniker geworden. Und deshalb hat auch sein Hobby mit Technik zu tun: Er ist bei der Feuerwehr. Und am Donnerstag wird Stefan Salzmann der erste Feuerwehrmann der Stadt Spangenberg, denn der Magistrat wird den 41-Jährigen am Abend zum Stadtbrandinspektor ernennen.

Ein guter Fußballer war er nie; zum Hochsprung- und Speerwurf-Training musste Salzmann, der in einem 120-Einwohner-Dorf aufgewachsen ist, in den Nachbarort radeln. Sein Vater war bei der Feuerwehr, der Bruder auch. Also wurde er auch Mitglied: „Die Feuerwehr war das einzige Hobby, das ich vor Ort ausleben konnte“, berichtet Stefan Salzmann.

Die Technik spielte auch in seiner Bundeswehrzeit eine Rolle: Vier Jahre lang war er bei den Marinefliegern, zuletzt im Rang eines Obermaats (entspricht einem Stabsunteroffizier beim Heer). Die Arbeit machte ihm viel Spaß, seitdem kann er zum Beispiel Tornados reparieren. Das braucht er in seinem jetzigen Alltag zwar nicht, aber werkeln ist immer noch sein Ding: Zuhause legt er Fliesen, repariert Staubsauger, Fön, Herd.

Als er 2001 nach Spangenberg zog, im Dienstgrad eines Hauptfeuerwehrmannes, trat er natürlich in die Feuerwehr ein. Fünf Jahre später übernahm er die Leitung der Löschkids, deren Mitglieder zwischen sechs und zehn Jahren alt sind. Frühzeitig einen umsichtigen Umgang mit Feuer und das richtige Verhalten im Brandfall - das ist dem dreifachen Familienvater wichtig. Und deshalb engagiert er sich auch beim Projekt „Menschen helfen Menschen“. Das ist ein Wahlpflichtfach an der Burgsitzschule, das die Spangenberger Feuerwehr zusammen mit dem örtlichen DRK-Ortsverband betreut. Zurzeit werden zwölf Schüler zu Schulsanitätern ausgebildet, in Brandschutz und Erster Hilfe. „Wir sind noch mit Kohleherd aufgewachsen“, sagt Salzmann, „die jüngere Generation kennt schon keine Kerzen am Weihnachtsbaum mehr.“

Hängen denn im Hause Salzmann echte Kerzen am Weihnachtsbaum? Nein, sagt der neue Stadtbrandinspektor. Weil er weiß, wie schnell etwas passieren kann. Und weil viel elektrische Kerzen praktischer sind. Da kommt der Techniker in Stefan Salzmann wieder durch.

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