Beim Großen Preis am Sonntag treten Profireiter an 

Söhnke Salzmann geht beim Spangenberger Reitturnier an den Start 

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Starter aus Spangenberg: Söhnke Salzmann aus Spangenberg will beim Spangenberger Reitturnier an den Start gehen – mit seiner Schimmelstute Calvia. 

Spangenberg. Das Spangenberger Reitturnier ist für Söhnke Salzmann etwas ganz Besonderes. Nicht nur, weil er als Spangenberger an den Start geht.

Das Turnier begleitet Söhnke Salzmann durchs Leben. Ein Jahr vor seiner Geburt, 1987, fand das erste Spangenberger Reitturnier statt. Sein Vater Georg-Wilhelm, ein Pferdeliebhaber, zählte zu den Organisatoren. Söhnke Salzmann kann sich noch gut daran erinnern, wie er als kleiner Junge mit den Programmheften übers Reitgelände lief, um Unterschriften berühmter Reiter zu ergattern. Sehr praktisch war, dass das Turnier in seinem Heimatort stattfand, so konnte er jeden Tag hingehen. „Das war was ganz Besonderes“, sagt Salzmann, „denn ich wusste, dass es nicht alltäglich ist, dass die Sportler direkt an einem vorbei laufen.“

Schon damals konnte Söhnke Salzmann reiten. Das hat er auf Prinz Oskar gelernt, den er zum dritten Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Das dunkelbraune Pony steht noch heute im Stall und kommt sofort ans Tor, wenn Söhnke Salzmann hereinkommt. Er nennt das Pony liebevoll „kleiner Kerl“. Gerne erinnert er sich an die Kutschfahrten mit Schwester Viktoria, Mutter Ina, Picknickkorb und Prinz Oskar, der die kleine, rote Kutsche zog.

Mittlerweile ist Söhnke Salzmann 30 – genau wie Pony Prinz Oskar – und Geschäftsführer des elterlichen Großhandels für Industriemetalle. Nach Feierabend geht er in den Stall.

Jeden Tag trainiert er mit zwei oder drei Pferden. 18 Tiere stehen in den Ställen der Familie Salzmann, denn auch Mutter und Schwester sind passionierte Reiterinnen.

Söhnke Salzmann trainiert insbesondere mit den Pferden, die er bei Turnieren reitet. In der Saison, zwischen März und Oktober, tritt er nahezu jedes Wochenende bei Springturnieren an. Im Umkreis von bis zu anderthalb Stunden Fahrtzeit. Aktuell sind es Calvia, die 13-jährige Schimmelstute, die neunjährige Batida und der elfjährige Deckhengst Zero Easy.

Mit zweien wird er in Spangenberg an den Start gehen. Salzmann hofft auf Calvia, denn mit ihr hatte er den größten Erfolg seiner Reiterkarriere: Platz drei bei den Nordhessenmeisterschaften. Das war 2012. Aktuell hat Calvia eine Augenentzündung, aber Salzmann hofft, dass sie zum Turnier in der Heimatstadt wieder fit sein wird. Denn die beiden sind ein gutes Team: Im vergangenen Jahr schafften sie Platz zwei in der S-Prüfung der Springprüfung für Amateure.

Siegchancen malt er sich in diesem Jahr nicht aus. „Aber dabei sein ist alles“, sagt Salzmann – erst recht bei dem Reitturnier in seiner Heimatstadt, wo Familie, Freunde und Nachbarn seine Ritte verfolgen werden.

Neben Reiten ist Kommunalpolitik sein Hobby

Söhnke Salzmann, 30, kommt aus Spangenberg. Nach der zehnten Klasse an der Burgsitzschule Spangenberg wechselte er zur Melsunger Geschwister-Scholl-Schule und machte dort 2007 Abitur. 

Anschließend arbeitete er im elterlichen Betrieb, einem Großhandel für Industrie-Altmetalle, bevor er zwischen 2009 und 2017 Volkswirtschaftslehre in Heidelberg und Würzburg studierte und mit Master abschloss. Seither ist er Geschäftsführer des Altmetall-Großhandels in Spangenberg. Söhnke Salzmann ist ledig. 

Sein Hobby ist der Reitsport und Kommunalpolitik. Zwischen März und Oktober fährt er jedes Wochenende zu Springturnieren. Als Mitglied der FDP sitzt er in der Stadtverordnetenversammlung und ist Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses.

Großer Preis mit den Profis am Sonntag

Das Reitturnier in Spangenberg findet von Donnerstag, 21. Juni, bis Sonntag, 24. Juni, statt. Am Sonntag beginnt der Große Preis von Spangenberg, bei dem die Profireiter antreten, voraussichtlich um 14 Uhr. 

Der Eintritt am Donnerstag und Freitag ist frei, Karten für Samstag und Sonntag gibt es bei der Spangenberger Touristinformation, Tel. 0 56 63 / 50 90 40. Für Sonntag sind nur noch Restkarten erhältlich. Die Preise für einen Sitzplatz betragen 25 Euro (Sonntag) und 20 Euro (Samstag), einen Stehplatz gibt’s für zehn oder acht Euro.

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