Ortsdurchfahrt wird am Sonntag für den Verkehr gesperrt

Herlefeld feiert vom 9. bis 11. Juni 700-Jahr-Feier

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Die Herlefelder Kohlraben feiern: Die 700-Jahr-Feier findet vom 9. bis 11. Juni statt. Im Bild Mitglieder der Dorfgemeinschaft, von links Dirk Wetzel, Markus Wetzel, Sebastian Wetzel, Erika Schilder und Dieter Horn. 

Herlefeld. Vom 9. bis 11. Juni feiert der Spangenberger Stadtteil Herlefeld 700-Jahr-Feier. Für den Stehenden Festzug am Sonntag wird die Ortsdurchfahrt gesperrt.

Wer nach Herlefeld kommt, kennt auch den Spitznamen der Einwohner. Denn Riesen-Kohlrabi in 3D-Optik empfangen die Besucher an den Ortseingängen, daneben die Schilder mit dem Termin für die 700-Jahr-Feier: Die Herlefelder Kohlraben feiern vom 9. bis 11. Juni.

Weil das Dorf auf sumpfigem Gebiet steht, gedeihen dort Dickwurzeln sehr gut. „Wenn früher Rüben gesät wurden, aber nicht alle aufgingen, wurden Kohlrabi dazwischengepflanzt“, erklärt Ortsvorsteher Dieter Horn die Entstehung des Herlefelder Spitznamens, „und wir hatten immer dicke Kohlraben.“

Das Gemüse landete früher fast täglich auf den Tischen: Wurschtefett, Mehl, Zwiebel, Kohlraben – und fertig war die Suppe. Weil insbesondere die älteren Herlefelder früher ständig Kohlraben essen mussten, wird es keine Kohlrabensuppe auf der Festmeile geben. Dafür aber Spanferkel und regionale Bratwurst. Organisiert wird die Jahrhundertfeier von der Dorfgemeinschaft Herlefelder Kohlraben. Sie hat sich eigens zur Festvorbereitung gegründet und ist mit 94 Mitgliedern der zweitgrößte Verein im Dorf, nach der Feuerwehr.

Die Zeit zu den Festtagen nutzen die 160 Herlefelder: Auf vielen Höfen wird gewerkelt, gestrichen, Raine werden gesäubert. Am Dorfplatz an der Linde wurde das Pflaster neu verlegt. Dort sprudelt wieder eine kleine Fontäne Wasser aus dem Herlefelder Bassin, das früher die Trinkwasserversorgung des Dorfes sicherte. Der Stein stammt aus Bergheim und wurde, so heißt es in einer Sage, von einem Riesen vom Meißner herübergeworfen. 1985 wurde aus dem Stein ein kleiner Brunnen gebaut. Seit ein Unwetter in den 1990er-Jahren den Schlauch weggerissen hatte, war der Brunnen versiegt. Pünktlich zum Fest wurde er reaktiviert und sprudelt wieder.

Eine Besonderheit soll der Stehende Festzug am Sonntag, 11. Juni, werden, vor allem für Kinder. Die Dorfgemeinschaft hat ein Riesen-Kinderland engagiert mit Riesenrutsche, Kletterwand, Bungeerunning und Ballonmodellieren. Es werden noch Sponsoren gesucht.

Ab 10 Uhr wird die Ortsdurchfahrt, die Landesstraße 3249, für den Verkehr voll gesperrt.

Das Programm

Freitag, 9. Juni

• 17 Uhr: Kranzniederlegung am Ehrenmal

• 18 Uhr: Festkommers

• ab 20 Uhr: Kapelle Watzmann.

Samstag, 10. Juni

• ab 14 Uhr: Ehemaligentreffen; Kinderkirmes; Bilderausstellung im DGH

• 17.30 Uhr: Die Stölzinger

• ab 21.30 Uhr: Schreckschuss Show-Theater

Sonntag, 11. Juni

• 10 bis 18 Uhr: Stehender Festzug mit 150 Ständen und drei Bühnen

• 16 Uhr: Geri, der Klostertaler

• 19 Uhr: Ausklang mit Celebration

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