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In Spangenberg wird historisches Bauwerk am Burgsitz gerade saniert

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Von: Barbara Kamisli

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Neue Fugen für die Spangenberger Stadtmauer: Matthias Brandau und Nils Schelhas von der Firma Fesch-Bau (hinten von links) sind gerade mit der Sanierung der historischen Stadtmauer beschäftigt. Über den Stand der Arbeiten informierten sich vorn links Bürgermeister Andreas Rehm, Heinrich Töpfer vom städtischen Bauamt und Maik Hübenthal von der Firma Fesch-Bau.
Neue Fugen für die Spangenberger Stadtmauer: Matthias Brandau und Nils Schelhas von der Firma Fesch-Bau (hinten von links) sind gerade mit der Sanierung der historischen Stadtmauer beschäftigt. Über den Stand der Arbeiten informierten sich vorn links Bürgermeister Andreas Rehm, Heinrich Töpfer vom städtischen Bauamt und Maik Hübenthal von der Firma Fesch-Bau. © Barbara Kamisli

Rund um den Burgsitz in Spangenberg wird derzeit die historische Stadtmauer saniert. Im Grunde gibt es fortlaufend an dem aus dem Jahr 1350 stammenden Sandsteinbauwerk zu tun.

Spangenberg – Büsche und Bäume, die auf der Mauerkrone wachsen und über die Jahre mit ihren Wurzeln tief in die Mauer eindringen, sorgen dafür, dass Wasser eindringen kann und das Bauwerk instabil machen. „Die Wurzeln sprengen die Mauer regelrecht weg“, sagt Heinrich Töpfer vom städtischen Bauamt.

Die Sanierung des Teilstückes hätte 100.000 Euro gekostet. Weil die Mauer in Spangenberg unter Denkmalschutz steht, gab es für die Instandhaltung 50.000 Euro aus dem Denkmalschutzprogramm des Bundes, 10.000 Euro vom Hessischen Landesamt für Denkmalschutz, 40.000 Euro hat die Stadt Spangenberg unter anderem durch Eigenleistung aufgebracht.

Vor der Sanierung war die historische Stadtmauer an der Stelle von Wurzel durchdrungen.
Vor der Sanierung war die historische Stadtmauer an der Stelle von Wurzel durchdrungen. © Tina Hartung

Nachdem die Wurzeln und der Efeu entfernt worden sind, wird nun von Mitarbeitern der Firma Fesch aus Waldkappel-Schemmern der brüchige Mörtel aus den Fugen entfernt und in einem Spritzverfahren wieder mit frischem Kalkmörtel gefüllt. Dieses maschinelle Verfahren sein langlebiger und wirtschaftlicher, sagt Mail Hübenthal von der Firma Fesch-Bau. Der Teil der Mauer, der gerade saniert wird, bildet auch die Stützmauer zum Schulhof der Burgsitzschule. Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen und die Mauer wieder stabil sein.

Mitte des 14. Jahrhunderts stand die Spangenberger Stadtmauer komplett. Sie wurde von den Rittern von Treffurt planmäßig angelegt. Damals hatte sie neun Wehrtürme - von denen der Eulenturm noch vollständig erhalten ist - drei große Tore und einige Nebeneingänge. Gebaut wurde sie mit ortseigenem Sandstein aus den neun Steinbrüchen, die es damals gab. Heute ist sie rund 1200 Meter lang. (Barbara Kamisli)

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