Situation gleiche einem Schlammpfad

Immer Ärger mit dem Holz: Spangenberg reagiert auf Probleme mit Fuhrunternehmen 

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Hatte auch Pech mit den Holzlastern: Herbert Gieschler aus dem Spangenberger Stadtteil Schnellrode zeigt sein demoliertes Haus.

In Spangenberg verschmutzen Lastwagen, die Holz transportieren, immer wieder die Straßen. Es gleiche einem Schlammpfad, sagt ein Schnellröder. Das Forstamt will das Problem angehen.

Mathias Werner beschwert sich über die verdreckte Straße vor seiner Haustür. Die Straße gleiche einem Schlammpfad, sagt der Schnellröder. Verursacht hätten den Dreck die vielen Holzlaster, die dieser Tage Bäume aus dem Wald holten. Er habe den Zustand zwar der Stadt gemeldet, aber diese habe nichts unternommen, moniert Werner. Leider sei die Straße noch nicht gereinigt worden.

Es gelte das Verursacherprinzip, sagt Spangenbergs Bürgermeister Peter Tigges. Die verschmutzten Straßen rührten tatsächlich von den Holzlastern her. Das Melsunger Forstamt sei auch darüber informiert worden.

Das Problem mit den Lastern, die durch ungeeignete Straßen in Wohngebieten führen und noch dazu die Straßen verschmutzten würde aber aktuell angegangen.

Melsunger Forstamt: Situation unbefriedigend für die Betroffenen

Vor den Toren der Stadt würden Lagerplätze geschaffen. Ortsansässige und vor allem auch ortskundige Fuhrunternehmen erhielten den Auftrag, die Bäume beziehungsweise das Holz aus dem Wald zu holen und an den Lagerstellen zu deponieren. Von dort würden die Fuhrunternehmen, die von den Holzkäufern beauftragt werden, das Holz abholen. So könnten viele Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt werden.

Die Situation sei unbefriedigend für die vielen Betroffenen, sagt auch Petra Westphal, Leiterin des Melsunger Forstamtes. „Berechtigte Hinweise nehmen wir ernst und geben sie an die Fuhrunternehmen weiter“, sagt Westphal.

Situation in Spangenberg kein Einzelfall im Landkreis

Allerdings könne sie die Unternehmen nur bitten, die Rindenreste zu entsorgen und den Müll zu beseitigen. Die Situation in Spangenberg ist dabei kein Einzelfall im Landkreis. Besonders rund um Melsungen sorgen die vielen Lastwagen der Fuhrunternehmen ebenfalls bei vielen Anwohner für Verdruss. So entstand in Kehrenbach sogar Sachschaden, weil ein Lastwagenfahrer unter anderem mit seinem Lkw einen Stromkasten zerstörte. Das Problem sei ein nordhessisches, sagt Westphal. Wegen der massiven Waldschäden gebe es so viel Holz, das aus dem Wald muss.

Wichtig sei, dass Betroffene ihre Schäden meldeten, bei Polizei und Forstamt. Die Kunden, also die Holzabnehmer, seien verpflichtet, für die Schäden aufzukommen. Die Holzabfuhren würden aber jetzt deutlich weniger.

Information: Das Melsunger Forstamt sucht generell Flächen, die als Verladeflächen genutzt werden können. Wer solche Flächen anbieten kann, möchte sich beim Forstamt in Melsungen melden, Tel. 0 56 61/7 37 80

Schon im September gab es im Schwalm-Eder-Kreis Probleme mit Lastwagen, die Holz aus den Wäldern abtransportieren.In Kirchhof gab es unschöne Vorkommnisse.

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