Spangenberger Altstadt boomt: Viel Gastronomie, aber Hotelzimmer fehlen

Neues Cafe am Marktplatz: In der Spangenberger Altstadt hat Michaela Tarus, im Bild mit Lebensgefährten Piero Vasami, ein neues Cafe eröffnet.

Spangenberg. Immer mehr Leerstand in den Innenstädten? Von wegen. In Spangenberg haben innerhalb kurzer Zeit viele neue Cafés und Restaurants eröffnet.

Das ist malerisch: Bei Kaffee und Kuchen die Fachwerkhäuser, das Rathaus und den Liebenbachbrunnen im Blick zu haben, ist seit gestern wieder möglich. Am Marktplatz 8 in Spangenberg hat Michaela Tarus ein Café eröffnet. Damit gibt es einen Leerstand weniger im malerischen Fachwerkensemble der Altstadt. Und ein gastronomisches Angebot mehr für Spangenberger, Wanderer und Besucher.

In dem 320 Jahre alten Fachwerkhaus war jahrelang die Bäckerei Staub untergebracht.

Darüber freut sich auch Bürgermeister Peter Tigges. Noch vor fünf Jahren hätte er nicht damit gerechnet, dass sich der Marktplatz gastronomisch so gut entwickelt: „Das ist sensationell.“ Machen andernorts Gaststätten zu, eröffnen in Spangenbergs Altstadt innerhalb weniger Monate gleich mehrere Gasthäuser: der Grüne Baum, der ehemalige Goldene Löwe, nun das Café am Marktplatz. Und im Frühjahr 2016 kommt noch Gastronomie auf dem Schloss hinzu. Die neue Pächterfamilie baut das Schloss gemeinsam mit dem Land Hessen umfangreich um.

Dann wird es auch wieder Übernachtungsmöglichkeiten für größere Gruppen in der Stadt geben. „Das können wir in Spangenberg gut gebrauchen“, sagt Bürgermeister Tigges. Derzeit gibt es nur einige Ferienwohnungen für Einzelpersonen und Familien. Reisegruppen können in Spangenberg noch nicht übernachten.

Ein Sorgenkind am Marktplatz ist das ehemalige Hotel Stöhr. Das Hotel war einst über die Stadtgrenzen hinaus auch für beste Küche bekannt - seit Jahren steht das imposante Fachwerkhaus gegenüber dem Rathaus zum Verkauf. Der Saal wird gelegentlich für größere Veranstaltungen genutzt: Beispielsweise fand dort während des Adventsmarktes im vergangenen Jahr ein Puppentheater statt.

Ein paar Meter vom ehemaligen Hotel Stöhr entfernt stehen die beiden Häuser Marktplatz 6 und 8. Diese hat der gebürtige Spangenberger und Professor für Baubetriebslehre, Dieter Jacob, im vergangenen Jahr gekauft, ebenso das benachbarte Junkerhaus. Für ihn war von Anfang an klar, am Marktplatz wieder ein Café zu eröffnen. Noch bis vor zwei Jahren wurde dort ein Bäckerei-Café betrieben. Jetzt werden dort wieder Kaffee, Kuchen, Eis und Getränke serviert. Den Blick auf den malerischen Marktplatz gibt’s gratis dazu.

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