Den Reitern ganz nah

17 Mädchen waren die Schleifenkinder beim Spangenberger Reitturnier 

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Aufregende Aufgabe: Als Schleifenkinder kommen von links Paula Ringeling, Annete Dück, Vicky Peinelt, Sophia Horn, Salia Breßler und Ida Hupfeld ganz nah an die Reiter wie Markus Renzel (hinten) heran.

Die Aufregung bei Salia Breßler war am Wochenende groß. Das sechsjährige Mädchen war zum ersten Mal als Schleifenkind beim Internationalen Reitturnier in Spangenberg dabei.

Das sechsjährige Mädchen war zum ersten Mal als Schleifenkind beim Internationalen Reitturnier in Spangenberg dabei. Ihre Aufgabe war es, bei der Siegerehrung Blumensträuße an die Teilnehmer zu überreichen.

Eine große Aufgabe, wenn man dabei hunderte Zuschauer hat. „Ich war sehr aufgeregt“, sagte sie, nachdem sie ihre Aufgabe bestens gemeistert hatte. Ihre Mama Sandra Breßler stand währenddessen voller Stolz am Rand und hat ihrer Tochter die Daumen gedrückt. „Ich war mindestens genauso nervös wie Salia“, sagte sie. Schließlich sei sie eines der jüngsten Schleifenkinder an diesem Wochenende.

Für die Koordination der Kinder, die auch selbst alle im Reit- und Fahrverein Spangenberg reiten, ist seit vielen Jahren Sabine Wunderlich verantwortlich. Mittlerweile wird sie von ihrer Tochter Swantje unterstützt, die früher selber mehrere Jahre als Schleifenkind mit von der Partie war. Später hat die heute 25-Jährige den Siegerpferden die Paradedecken aufgelegt.

Swantje Wunderlich

„Das ist ein absoluter Traumjob für einen Teenager“, sagt Swantje Wunderlich. Denn dabei komme man den Reitern und ihren Pferden besonders nah. In diesem Jahr haben sich so viele Mädchen wie noch nie zuvor für den Job als Schleifenkind gemeldet. Insgesamt 17 Kinder zwischen sechs und 15 Jahren waren an diesem Wochenende im Einsatz. Natürlich nicht alle gleichzeitig.

Am Samstagnachmittag waren acht Mädchen auf dem Reitplatz, um bei der Siegerehrung den Pferden die Schleifen anzustecken und ihren Reitern Präsente zu überreichen. Während die Jüngeren für die Blumensträuße zuständig waren, durften die erfahrenen Mädchen das Schleifenbrett bei der Siegerehrung tragen.

Sabine Wunderlich

Eines hatten allerdings alle gemeinsam: Sie trugen den Hessenkittel, um ein einheitliches, hübsches Bild abzugeben. „Die liebevolle Gestaltung der Siegerehrung ist eine Huldigung an die Sponsoren, ohne die dieses Turnier nicht möglich wäre“, sagte Sabine Wunderlich und verriet, dass in den 30 Jahren, in denen sie die Schleifenkinder betreut und koordiniert, nur zwei Jungen dabei waren.

Einer von ihnen sei ihr Sohn Finn vor etwa 18 Jahren gewesen. Annete Dück ist mit ihren 15 Jahren eines der ältesten Schleifenmädchen. Sie war zum dritten Mal dabei und macht ihren Job immer noch gerne. Für Vicky Peinelt war es an diesem Wochenende ihr erster Einsatz. „Ich habe immer die Schleifenkinder bewundert und wollte das unbedingt auch mal machen“, sagte die Elfjährige.

Für Anne Kellner (14) und Emely Breuer (8) war dies nicht ihr erster Einsatz. Sie seien schon öfter dabei gewesen und sehr froh darüber, auch in diesem Jahr den Reitern und ihren Pferden als Schleifenkinder so nah kommen zu dürfen, sagten die beiden Mädchen glücklich.

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