Spangenberger Reitturnier: Michael Pfanzelt ist der Mann der ersten Stunde

Mit ganzem Herzen dabei: Michael Pfanzelt hat für das Spangenberger Reitturnier Reiter aus aller Welt in die Liebenbachstadt geholt. Foto: Kamisli

Spangenberg. Der Turnierplatz ist in diesen Tagen Michael Pfanzelts zweites Wohnzimmer. „Ich gehe nur zum Schlafen nach Hause", sagt der 80-Jährige lachend.

Sein Name ist mit dem Spangenberger Reitturnier verbunden wie kaum ein anderer. Als Sportchef hat er die Größen des Reitsports nach Spangenberg geholt.

Und auch wenn sein Sohn Thomas die Turnierleitung in diesem Jahr komplett übernommen habe, mit dem Herzen sei er nach wie vor voll und ganz dabei, sagt der 80-Jährige. Pfanzelt, der aus Guxhagen stammt und in Hessisch Lichtenau lebt, war der Mann der ersten Stunde als der Spangenberger Reit- und Fahrverein vor 25 Jahren zum ersten Mal ein Internationales Reitturnier ausrichtete.

Er hatte die sportliche Leitung des Turniers übernommen und Reiterinnen und Reiter aus der ganzen Welt in die Liebenbachstadt geholt.

Er habe bereits vorher mehrere Turniere in Nordhessen mitorganisiert. Die internationale Beteiligung beim Spangenberger Turnier war aber eine Premiere. „Wir waren damals die ersten in Nordhessen, die ein internationales Turnier ausgerichtet haben und sind bis heute die einzigen“, sagt Pfanzelt nicht ohne Stolz. Und stellt gleich klar: „So ein Turnier ist nur im Team zu stemmen. Als einzelner kann man da nichts ausrichten.“

Die vielen Freiwilligen seien bis heute das, was das Spangenberger Turnier auch zu etwas Besonderem in der Branche mache. „Wir sind einer der wenigen Vereine, die bis heute ein Internationales Turnier ohne Agentur veranstalten“, sagt er. Der Zuspruch sowohl von Reitern und Zuschauern sei von Anfang an gut gewesen. „Viele kommen immer wieder“, sagt Pfanzelt.

Er hat einiges erlebt in den Jahren - doch an eine Situation erinnert er sich genau: Als das Turnier beinahe abgesagt werden musste. An einem Donnerstagmorgen - einen Tag vor Turnierbeginn - habe sich herausgestellt, dass der Abreiteplatz erneuert werden musste. „Hätten wir es nicht geschafft, hätte das Turnier ausfallen müssen“, sagt Pfanzelt. Doch man habe alles möglich gemacht, dass der Platz pünktlich fertig wurde. Dieser Einsatz sei auch von den Reitern honoriert worden.

Mit den Jahren sei eine freundschaftliche Verbundenheit zu den Sportlern entstanden. Dafür sei es wichtig gewesen, immer Kontakt zu halten. „Es ist schlecht, wenn man sich den Reitern erst vorstellen muss“, sagt Pfanzelt lachend.

Das wird der 80-Jährige mit Sicherheit nicht tun müssen, auch wenn er, wie er sagt: „Den Hut nicht mehr aufhat.“

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