Naturschieferplatten lösen die roten Dachziegeln

Spangenberger Schloss liegt mit Sanierung im Zeitplan

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Zugang nur für Handwerker: Das Spangenberger Schloss wird komplett saniert. Die Arbeiten werden bis Ende Mai 2017 abgeschlossen sein, sagt der Landesbetrieb Bau und Immobilien, der das Schloss für das Land Hessen verwaltet. Im Bild der eingedeckte Westturm.

Spangenberg. Halb rot, halb graublau - so präsentiert sich das Spangenberger Schlossdach. Denn die Dachdecker haben bislang die Hälfte des verwinkelten Daches neu eingedeckt.

Bis April wird aus dem zweifarbigen Dach ein einfarbiges: Naturschieferplatten lösen die roten Dachziegeln ab. Die 3500 Quadratmeter Fläche neu einzudecken ist für die Bauarbeiter eine Herausforderung, weil das Dach konkav und teilweise verwinkelt ist. Aktuell decken sie den großen Turm an der Westseite des Schlosses neu ein. Aufgrund seiner verwinkelten Flächen ist das sehr aufwendig. Nach Mitteilung von Axel Marbach, Pressesprecher des Landesbetriebs Bau und Immobilien (LBIH), soll dieser Teil der Arbeiten bis Mitte Dezember fertiggestellt sein. Das LBIH aus Wiesbaden verwaltet das Schloss, das Eigentum des Landes Hessen ist.

Ende Mai 2017 fertig sein 

„Zum jetzigen Zeitpunkt befinden wir uns voll im Zeitplan“, sagt Marbach. Bis Ende Mai 2017 soll die Schlosssanierung abgeschlossen sein. Denn ab 1. Juni 2017 hat Silvana Gattschau das Spangenberger Schloss gepachtet. Die gelernte Restaurantfachfrau und Köchin will ab Juni 2017 eine Land-Gast-Wirtschaft mit Hotelbetrieb und Wellnessbereich eröffnen.

Aktuell sind täglich rund 30 Handwerker aus elf Gewerken in dem 802 Jahre alten Schloss im Einsatz, unter anderem Trockenbauer, Schreiner, Elektriker, Gerüstbauer, Heizungsinstallateure und Maler. Koordiniert werden die Arbeiten von einer Bauleitung, die nach Aussage von Pressesprecher Marbach „auf denkmalgeschützte Objekte spezialisiert ist.“

Eine Herausforderung ist die Logistik, denn das Baumaterial muss über die Schlossbrücke angeliefert werden. Um zusätzlichen Lagerplatz speziell für die Dachsanierung zu schaffen, wurden Plattformen im Wallgraben aufgestellt, über die das Baumaterial per Lastzug aufs Dach befördert wird.

„Wir befinden uns aktuell im geplanten Kostenrahmen“, teilt Marbach auf HNA-Anfrage mit. Genaue Zahlen könne er erst bei der finalen Abrechnung der Sanierungsarbeiten nennen.

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