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Spangenbergs Schulden steigen in den kommenden Jahren

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Von: Barbara Kamisli

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Spangenberg investiert in den kommenden Jahren in Kitas und Feuerwehrstützpunkt
Rathaus.jpg © Claudia Feser

Kindergartensanierung und -neubau, neuer Feuerwehrstandort, Wasserversorgung – die kommenden Jahre werden teuer für Spangenberg. Das machte Bürgermeister Andreas Rehm in der Stadtverordnetenversammlung deutlich.

Spangenberg - Die Stadtverordneten werden über das Zahlenwerk für 2023 beziehungsweise das Investitionsprgramm bis 2026 in den kommenden Wochen beraten und dann beschließen. Dadurch kann es noch zu Änderungen kommen. Entsprechend der Finanzplanung werden sich die Schulden der Stadt aber von derzeit rund 20 Millionen bis 2025 auf 42 Millionen Euro mehr als verdoppeln.

Bürgermeister Andreas Rehm sagte, dass hohe Zins- und Abtragszahlungen in den kommenden Jahren einen ausgeglichenen Haushalt nur schwer realisierbar machen.

Für das kommende Jahr kann aber den Planungen nach mit einem Überschuss von knapp 132 000 Euro ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden. Es könne 2023 in Infrastruktur wie etwa Wasserleitungen investiert werden. Wie und ob die höheren Ausgaben für Kredittilgungen in Zukunft lähmen, das müsse man sehen.

Die Kosten für den neuen Feuerwehrstützpunkt werden mit 10 Millionen Euro veranschlagt. „Konkrete Kostenschätzungen bekommen wir Ende des Jahres oder Anfang des kommenden Jahres“, sagt Rehm. Für 2023 sind 9,5 Millionen Euro als Verpflichtungsermächtigung im Haushalt eingestellt, das heißt Aufträge können vergeben werden, zahlungspflichtig werden diese aber erst im folgenden Jahr. Wenn man sich vergleichbare Häuser anschaue und die Kostensteigerung mit einbeziehe, sei der Ansatz nicht utopisch, sagt Rehm. In den Fuhrpark der Feuerwehren soll rund eine Million Euro investiert werden.

In die Erneuerung der Wasserleitungen in Spangenberg sollen laut Plan 545 000 Euro fließen. Für barrierefreie Bushaltestellen sind 400 000 Euro vorgesehen.

Für das 2023 erhofft sich Spangenberg Gewerbesteuereinnahmen von 3,3 Millionen Euro, das wären 640 000 Euro mehr als 2022.

Hebesätze sollen gleich bleiben

Der Hebesatz für Grundsteuer A und B soll laut Bürgermeister Andreas Rehm mit 625 Prozentpunkten gleich bleiben, genau wie der Hebesatz für die Gewerbesteuer mit 450 Prozentpunkten. Die Stadt Spangenberg muss 2023 rund 4,2 Millionen für Kreis- und Schulumlage aufbringen, das sind 355 000 Euro mehr als in diesem Jahr. Die Schlüsselzuweisungen des Landes fallen mit 2,1 Millionen Euro um rund 60 000 Euro höher aus als 2022. (Barbara Kamisli)

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