24 Betriebe nahmen teil

Stickereien aus Pfieffe bei  Handwerk-Erlebnisroute

In der Stickerei: Geschäftsinhaberin Sylke Gauder aus Pfieffe war mit ihrer Stickerei am Sonntag eine von 24 Betrieben der Handwerk-Erlebnisroute. Foto: Hanne Braun

Pfieffe – Für Sylke Gauder aus Pfieffe war es eine Premiere: Sie hat zum ersten Mal an der Handwerk-Erlebnistour teilgenommen, bei der 24 Betriebe aus dem gesamten mittleren Fuldatal am Sonntag ihr Gewerbe präsentierten.

Sylke Gauder bestickt professionell Hemden, Jacken, T-Shirts, Taschen, Platzsets, Krawatten, Schlüsselanhänger, Kappen, Handtücher sowie Vereins- und Berufskleidung nach Wunsch und Maß.

Auch individuelle Wünsche werden verwirklicht wie das Bild eines Hundes auf einem Kissen oder Embleme für die Rückseite von Oberbekleidung. Nach zehn Jahren im Geschäft, das sie als Änderungsschneiderei mit dem Schneidern von Tischdecken nach Maß und dem Besticken von Handtüchern startete, sind mittlerweile vier digitale Maschinen in den Räumen in der Heisterstraße 2a im Einsatz („Die kosten so viel wie ein kleines Auto“).

Das hat nichts mehr mit der alten Spinnstube zur Winterzeit in den Dörfern zu tun. Sylke Gauder ist von morgens bis abends beschäftigt, manchmal auch am Wochenende. „Mein Ziel ist es, dass sich das Geschäft trägt und ich davon leben kann.“ Fünf bis zehn Minuten braucht die 50-jährige gelernte Einzelhandelskauffrau inzwischen, um einen Hemdkragen zu besticken. Sie hat eine eigene Website und schon bis Kanada geliefert. Per Internet beschäftigt sie sogar einen Designer und IT-Spezialisten in Moldawien.

Seit sie 2014 beim Reitturnier in Spangenberg einen Stand hatte, kümmert sie sich auch um das gefällige Aussehen von Reitern, Pferden und Zubehör. Namentlich bestickte Schabrackendecken sind ihre Spezialität, und sie beliefert den Verband der deutschen Friesenpferde. Einem Club von Autofreunden hat sie für dessen Jahrestreffen Unterhosen bestickt, und einer Playback-Gruppe hat sie Strümpfe im Stil der Kastelruther Spatzen bestickt. Für die Stadt Spangenberg hat sie Freundschaftstücher mit den Wappen der Stadt und der spanischen Partnerstadt Carinena gestickt.

„Die Resonanz war am Sonntag leider nicht so groß, weil überall so viel los war, aber alle, die gekommen sind, fanden es toll, ich mache auf alle Fälle beim nächsten Mal wieder mit“, so die Geschäftsinhaberin.

Zum zehnjährigen Bestehen des Betriebs veranstaltet sie am 18. Mai auf dem Rasen vor dem Haus ein Hoffest mit Frühlings- und Hausflohmarkt.

Von Hanne Braun

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